zur Bibliothek hinzufügen
Merken
Cashkurs-TV







Kommentare
Danke
Diese wurde nicht aus Kostenspargründen eingeführt, sondern war ein Gesamtpaket einer stratetegischen Überlegung. Zur Ausgangslage: Preußen - durch den 30. Jährigen Krieg demographisch geschwächt - musste aufgrund von finanziellen Engpässen und selbstdarstellerischer Motive (Königswürde) immer seine Truppen bereitstellen. Da es selbst nicht verteidigungsfähig und pleite war, war es immer von anderen Mächten abhängig.
Friedrich Wilhelm 1. erkennt das schon als Prinz und baut Preußen als König zu einem finanziell potenten und militärisch starken Staat aus. Das Wort defense ist eigentlich eine deutsche Erfindung: Stärke durch Abschreckung. Hinzu kam das der geizige König den Krieg auch scheute, da er auch finanziell Staaten überforderte.
Die Grundidee der deutschen Wehrpflicht war Abschreckung. Das Kostenargument schlägt auch fehl, da Preußen 70-80% seiner Einnahmen in die Armee steckte. Dadurch konnte man lange den Friede sichern und seine eigene Wirtschaft steigern - selbst während der schweren Depression der 1730er.
Die Angelsachsen sind genau den entgegengesetzten Weg gegangen und befinden sich bis heute in den Händen von Banken. Die Bank of England war gerade das Ergebnis davon. Ein Weg, den Preußen nach dem Tod Friedrich Wilhelms auch irgendwann gehen musste.