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Kommentare
Blackrock und Vanguard würden ihre Produkte sicherlich auch lieber zu 1,5 - 3 % TER verkaufen, wie z.B. Fidelity, JPMorgan und Capital Group, statt sich mit ETFs mit 0,1 - 0,5 % TER zu begnügen und davon noch das Werbebudget finanzieren zu müssen.
Zum Thema ATC sollte man im Hinterkopf haben, dass es auch heute noch Produkte gibt, die mit Ausgabeaufschlägen bis zu 4 % verkauft werden. Die Anbieter solcher Produkte sagen zu Recht, dass sie darauf keinen Einfluss haben. Selbiges gilt für ETF-Anbieter dann bei ATCs aber auch. Bei diesem Themenfeld liegt für den Anleger der größte Hebel nicht bei der Produktauswahl, sondern bei der Auswahl des Brokers bzw. der depotführenden Bank.
Außerdem halte ich es für nicht zielführend in diesem Zusammenhang bei einer Fondslösung eine Buy-and-hold Strategie zu unterstellen und diese mit einer Hin-und-Her-Strategie auf ETF-Basis zu vergleichen.
Über das Verhalten von ETFs in bullishen und bearishen Phasen braucht man m.E. nicht zu spekulieren, da es deckungsgleich mit dem Verhalten des Index ist. Die Langfristperformance eines ETFs deckt sich im Wesentlichen mit der Langfristperformance des zugrundeliegenden Index (abzgl. TER). Laut Analysen haben ca. 94 % der Large‑Cap‑Fonds den S&P 500 über 20 Jahre nicht geschlagen, liefen also schlechter als ein entsprechender ETF. Meines Wissens sind dabei die ggüb. ETFs i.d.R. deutlich höheren Produktkosten noch nicht mal berücksichtigt. Wer denkt, dass er im voraus einen aus der Gruppe der 6 % Outperformer identifizieren kann, möge bedenken, dass die Leute, die die 94 % Underperformer ausgewählt haben, sich auch nicht absichtlich für einen schlechten Fonds entschieden haben.
Um ein Bild von Dirk zu verwenden, setze ich beim Weg zum Gipfel lieber auf den Wanderer als mir den vermeintlich besten Hund auszusuchen.
Wer immer den gleichen Fehler macht und ein anderes Ergebnis erwartet …