Der „böse“ September: Dieses Mal wirklich Grund zur Sorge?
Der September gilt als schlechtester Börsenmonat des Jahres. Elemente einer Scheinkorrelation sind jedoch nicht zu leugnen. Wären wir nicht alle Millionäre, wenn Börsenregeln so einfach zu befolgen wären? Wie ein Börsen-September verläuft, hängt immer von den konkreten geo- und geldpolitischen sowie wirtschaftlichen Rahmendaten ab. Und wie sehen diese im September 2026 aus?
• Zinsmärkte unter Druck: Hohe Energiepreise, wieder zunehmende Inflation und weltweit steigende Staatsverschuldung treiben die Anleiherenditen nach oben – bei zehnjährigen US-Treasuries rückt die Marke von fünf Prozent näher.
• Ein Zins-Armageddon ist dennoch nicht ausgemacht: Attraktivere Renditen könnten neue Käufer anlocken, während der energiebedingte Inflationsdruck perspektivisch wieder nachlassen dürfte.
• Notenbanken bleiben ein Sicherheitsnetz: Trotz restriktiver Rhetorik wird kein umfassender Zinserhöhungszyklus erwartet – im Ernstfall dürften Fed & Co. einem Systemcrash entgegenwirken.
• Fundamentale Stützen bleiben intakt: KI-Investitionsboom, stabilere Konjunkturaussichten und solides Gewinnwachstum sprechen gegen ein apokalyptisches Börsenszenario.
• September-Blues statt Trauermusik: Rücksetzer und erhöhte Schwankungen sind möglich, könnten für langfristige Anleger aber eher neue Einstiegschancen bieten.






