Der Iran-Konflikt bleibt vorerst die Schlüsselfrage an den Finanzmärkten
Der Nahost-Konflikt ist das bestimmende Börsen-Thema. Wenn auch von Entspannung noch nicht die Rede sein kann, haben dennoch alle Konfliktparteien zur Vermeidung eigener (wirtschafts-)politischer Kollateralschäden Interesse an einer Abkühlung des Iran-Kriegs. Tatsächlich gibt es an den Aktienmärkten mitunter Hoffnungszeichen.
- Trotz militärischer Eskalation und Trumps Drohkulisse gegen die iranische Energieinfrastruktur haben alle Konfliktparteien aufgrund drohender wirtschaftlicher Kollateralschäden ein grundlegendes Interesse an einer Deeskalation.
- Präsident Trump steht unter massivem innenpolitischem Druck durch Inflation und sinkende Umfragewerte, weshalb er trotz harter Rhetorik Verhandlungsbereitschaft signalisiert, um die Energiemärkte zu beruhigen.
- Die großen Notenbanken (Fed und EZB) agieren inoffiziell als Krisenmanager; sie verzichten trotz Inflation auf drastische Zinserhöhungen, um hochverschuldete Staaten zu schützen und eine tiefe Rezession zu verhindern.
- Die deutsche Wirtschaft verharrt im Rezessionsterrain, wobei besonders die rohstoffabhängige Industrie und der Bau unter hohen Energiekosten und steigenden Finanzierungskosten leiden.
- Die Korrekturen am Aktienmarkt haben die Bewertungen vor allem im Technologiesektor entspannt, was langfristig orientierten Anlegern trotz aktueller Volatilität attraktive Einstiegschancen bietet.
- Der jüngste Preisrückgang bei Gold und Silber ist rein technischer Natur (Liquiditätsbeschaffung für Margin Calls) und ändert nichts an der langfristigen Rolle der Edelmetalle als Schutz gegen Inflation und Überschuldung.







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