Die Fed unter Kevin Warsh: Wenn man im heißen Sommer über den kalten Winter kommen will
Inflationskümmernde Glaubwürdigkeit ist unter der neuen Fed-Leitung theoretisch ein hohes Gut. Angesichts beständig zu hohen Preisen folgt praktisch aber keine entsprechende Zinsrestriktion. Grundsätzlich versucht die Fed über eine zurückhaltende Kommunikation einen Mittelweg zwischen einerseits Preis- sowie andererseits Konjunktur- und Finanzrisiken zu finden. Es geht um Zeitgewinn, bis die Preissteigerungen im Vorjahresvergleich abklingen und so für weniger Handlungsdruck sorgen.
• Die Fed hält die Zinsen stabil und setzt vorerst auf Zeit statt weiterer Zinserhöhungen, obwohl die Inflation weiterhin über dem Ziel liegt.
• Für die Börsen bleibt das Umfeld grundsätzlich positiv: Zinserhöhungen gelten als unwahrscheinlich, solange sich Inflation und Konjunktur nicht deutlich verschärfen.
• Trotz aktueller Sorgen bleibt der KI- und Tech-Sektor langfristig attraktiv. Wettbewerb aus China und hohe Erwartungen sorgen zwar für Volatilität, die strukturellen Wachstumstreiber bleiben jedoch intakt.
• Rotation statt Crash: Neben Tech bieten vor allem europäische Value-Werte sowie zyklische Branchen interessante Chancen.






