Iran-Krieg - Wie kurz sind die politischen Börsen dieses Mal?
Die militärische Auseinandersetzung der USA und Israels mit dem Iran ist aktuell das Topthema an den Börsen. Wie groß ist die Gefahr eines langen geopolitischen Konflikts und damit sein Schadenspotenzial, auch mit Blick auf Rohstoffe im Allgemeinen?
• Energiepreise im Fokus: Öl seit Beginn des Konflikts etwa +18 %, Gas sogar +60 % – vor allem wegen der Bedeutung der Straße von Hormus.
• Unterschiedliche regionale Folgen: Asien stark betroffen, während die USA als großer Ölproduzent relativ stabil bleiben. Europa leidet stärker unter steigenden Energiepreisen.
• Inflationsrisiko: Höhere Energiepreise könnten Zinssenkungen verzögern und im Extremfall ein Stagflationsszenario begünstigen.
• Konfliktdauer entscheidend: Vieles spricht gegen eine langfristige Eskalation – militärische Ziele sind begrenzt und wirtschaftliche Interessen sprechen für Deeskalation.
• Ölpreis-Ausblick: Kurzfristig gestützt durch geopolitische Risiken, langfristig jedoch durch Überangebot am Markt begrenzt.
• Gold bleibt gefragt: Geopolitische Risiken, Inflation und Schuldenprobleme stützen den langfristigen Investmentcase.
• Industriemetalle strukturell gefragt: Infrastruktur, Digitalisierung, KI und Rüstungsausgaben treiben langfristig die Nachfrage nach Kupfer, Aluminium und Zink.
• Aktienmärkte nervös: US-Aktien stabiler dank Energieunabhängigkeit und Konjunkturdaten; Europa anfälliger, während defensive Sektoren gefragt sind.
• DAX-Technik: Weitere Rücksetzer möglich; wichtige Unterstützungen liegen um 23.600 bis 22.700 Punkte, Widerstände ab 24.000 Punkten.







Kommentare
Sprich, es dürfte Netanjahus letzte Chance sein, als derjenige in die Geschichte Israels einzugehen, der den Iran endgültig als Gefahr für Israel ausgeschaltet hat.
Es könnte also durchaus sein, dass die USA die Sache gerne beenden würden, während Israel gerne noch weitermachen würde.
Wer da letztlich am längeren Hebel sitzt, hängt vermutlich auch davon ab, ob an den Gerüchten bzgl. der Beteiligung Israels an der Epstein-Sache was dran ist.
Warum sollten die Iraner auch Interesse daran haben, mit den USA zu verhandeln? Die haben mehr als einmal bewiesen, dass auf Verhandlungen und Abkommen mit ihnen kein Verlass ist.
Am Ende dieser Episode des Konflikts wird daher vermutlich kein Abkommen stehen, oder eines, dem niemand wirklich einen Wert beimisst.
Bezüglich chinesischer Schiffe, mit Ware für China ist es noch relativ einfach, diese unbehelligt passieren zu lassen. Wie steht es mit Schiffen, die Ware aus China nach Europa bringen? Da gibt es ebenfalls ein nicht unerhebliches Interesse der Chinesen. Meines Wissens wird ein Großteil der Warenströme zwischen Asien und Europa im Hafen von Dubai umgeschlagen.
Dass die Iraner die Möglichkeiten hätten, die Straße von Hormus komplett zu schließen, wird schon lange kolportiert und wäre wahrscheinlich auch möglich. Die Fahrrinne ist schließlich nochmal deutlich schmäler, als die 30 km. Ob es aber aus Sicht des Irans so klug ist (und war), noch mehr Leute und Staaten gegen sich aufzubringen, halte ich für fraglich.
Der Iran wird gerade in einer Kneipenschlägerei von zwei starken Typen vermöbelt und reagiert darauf, indem er jeden anderen Gast, der in seiner Reichweite ist, ohrfeigt.
"Ob es aber aus Sicht des Irans so klug ist (und war), noch mehr Leute und Staaten gegen sich aufzubringen, halte ich für fraglich."
Stimmt. Cui bono ? False flag ? Ach nee, so etwas hinterlistiges machen die Israelis ja nicht.