Stehen die Börsen vor einer saisonalen Schwächephase?
Die Aktienmärkte entwickeln sich robust. Zwar dümpelt die Weltkonjunktur. Immerhin hat das Zollthema an Brisanz verloren. Und scheinbar bleibt auch der befürchtet hohe Inflationsdruck aus. Das erlaubt der US-Notenbank die Wiederaufnahme von Leitzinssenkungen. Inwieweit kann die börsengeschichtliche Marktschwäche ab Ende August dennoch für Unruhe sorgen?
- Trumps aggressive Zollpolitik bremst die US-Industrie, schwächt die Konsumlaune und verstärkt Chinas wirtschaftliche Abkühlung, wobei ein vorübergehender Handelsfrieden eine Eskalation verhindert.
- Deutschland zeigt laut Sentix-Umfrage die schlechtesten Konjunkturerwartungen, da das Infrastrukturpaket keine Wirkung entfaltet und notwendige Reformen ausbleiben.
- Teilweise Zollabkommen schaffen etwas Planungssicherheit, während ein schwächerer Arbeitsmarkt und moderater Inflationsdruck den Weg für eine mögliche Zinssenkung der Fed am 17. September ebnen.
- Die US-Börsen erreichen neue Rekorde, gestützt von starkem Gewinnwachstum, stabilen Unternehmensausblicken, KI-Fantasie der Tech-Branche und angepassten Lieferketten.
- Europa profitiert von der Aussicht auf einen Waffenstillstand in der Ukraine und vom Wiederaufbaupotenzial, während große deutsche Unternehmen kaum von US-Zöllen betroffen sind.
- An den Börsen herrscht keine übermäßige Euphorie, und die saisonal schwächere Phase im Spätsommer könnte Anlegern attraktive Kaufgelegenheiten bieten.






