Tauwetter im harten Handels-Winter
Der US-Präsident überzieht vor allem Asien mit Zollbriefen, die seinen reziproken Zöllen entsprechen. Sie schlagen einen Trump-typischen „Vogel friss oder stirb“-Ton an. Doch gleichzeitig verschiebt er die Zoll-Karenzzeit vom 9. Juli auf den 1. August, sodass es mehr Zeit für weniger wirtschaftsschädliche Zollabkommen mit den USA gibt. Nicht zuletzt sind die Erwartungen für einen freundlichen Handels-Deal in der EU groß. Wird der Handelskrieg also nachhaltig befriedigt?
• Trump verlängert Zollfrist: Statt 9. Juli nun 1. August – mehr Zeit für Abkommen vor Inkrafttreten möglicher Strafzölle.
• Strategischer Druck auf Asien & Südamerika: Japan, Südkorea, Brasilien und andere Länder unter Zugzwang – doch Gesprächsbereitschaft erkennbar.
• US-Wirtschaft mit Licht und Schatten: Mehr Lagervorräte, aber zunehmend schwächelnde Jobqualität und Konsumklima.
• EU mit Aussicht auf „milden“ Deal: Zölle könnten weniger drastisch ausfallen als befürchtet, Planungssicherheit rückt in Reichweite.
• US-Märkte mit Rückenwind: Konjunkturindikatoren, Steuervorteile und Technologietrends stützen US-Aktien – besonders Mid-Caps und KI-Werte.
• Europa unter Druck: Ohne Strukturreformen bleibt die EU trotz Konjunkturprogrammen im Vergleich wirtschaftlich zurück.
• Stimmungsüberhitzung möglich: Hohe Optimismuswerte und technische Indikatoren sprechen für mögliche Rücksetzer im Sommer.






