Nicht einmal drei Jahre ist es her, dass Martin Schulz dem damals völlig unerfahrenen neuen Premierminister Griechenlands, Alexis Tsipras, in väterlicher Manier die Divergenzen zwischen Wahlkampf und Realpolitik näher zu bringen versuchte. Nun dreht Tsipras den Spieß um und gibt Martin Schulz wiederum Ratschläge zur Regierungsbildung. Hierbei zeigt sich ganz nebenbei auch die Verschiebung der parteilichen Wahrnehmung.
Der politische Tonfall des griechischen Premierministers Alexis Tsipras hat sich seit seinem ersten Amtsantritt im Januar 2015 grundlegend geändert. Damals trat Tsipras gemäß seinen eigenen Aussagen an, um Europa grundlegend zu verändern. Das europäische Establishment reagierte zunächst mit Ablehnung.
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