„Es mag die US-Armee gewesen sein, die die Epidemie nach Wuhan gebracht hat. Machen Sie Ihre Daten öffentlich. Die USA schulden uns eine Erklärung. Zu welchem Zeitpunkt kam es zum Patienten Zero in den USA? Wie viele Menschen sind infiziert? Welche Namen tragen die Hospitäler? Es könnte die US-Armee gewesen sein, welche die Epidemie nach Wuhan gebracht hat. Seien Sie transparent!“

Zhao Lijian tätigte diese Aussage am gestrigen Donnerstag gänzlich ungeniert auf seinem offiziellen Twitter-Account. Eingangs sei gesagt, dass die sino-amerikanischen Beziehungen schon vor dem Coronavirus-Ausbruch nicht die besten gewesen sind. Doch dieser Affront dürfte die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und China tatsächlich einfrieren lassen.

Bereits in den einzelnen Updates im Coronavirus-Thread, hatte ich über die letzten Wochen ein ums andere Mal darauf hingewiesen, dass in chinesischen, russischen und iranischen Foren und Media-Outlets die Anschuldigung erhoben wurde, laut der die USA – und in diesem Fall die CIA – das Virus in Wuhan ausgesetzt habe.

China sollte nicht zu sehr reizen - und sich an die eigene Nase packen!

Dass es jetzt erstmals zu einer Bekräftigung dieser Anschuldigung durch einen offiziellen Regierungsvertreter Pekings gekommen ist, dürfte gewiss weitreichende Folgen haben. Ich hatte zuvor bereits darauf aufmerksam gemacht, dass nach all dem, was sich die KP Chinas im eigenen Land seit dem Ausbruch von SARS-CoV-2 geleistet hat, eine solche Anschuldigung aus meiner persönlichen Sicht nicht nur geradezu lächerlich anmutet, sondern dass Peking sehr vorsichtig sein sollte, den „großen Satan“ jetzt nicht zu sehr zu reizen.

Ich bin gewiss alles andere als bekannt dafür, ein Freund des amerikanischen Imperiums zu sein. Doch in diesem Fall gilt es erstens einmal zu abzuwägen, auf welche Weise sich die KP Chinas in dieser Krise bislang verhalten hat. Die Spuren des angeblichen Virus-Ausbruchs auf besagtem Sea Food Market in der Stadt Wuhan wurden von Anbeginn dieser Krise durch die dortigen Behörden vernichtet und beseitigt.

Wuhan Institute of Virology kommt nicht aus den internationalen Schlagzeilen

Selbst die Global Times, das mediale Sprachrohr der KP Chinas, hatte unter Bezugnahme auf eine chinesische Forschungsstudie zuletzt zugegeben, dass dieser Sea Food Market nicht die Quelle des Ausbruchs des neuen Coronavirus gewesen sei. Mehr als vier Monate – ausgehend vom 1. Dezember 2019 – sind inzwischen ins Land gegangen, und noch immer verweigert die KP Chinas dem eigenen Land und dem Rest der Welt die Bekanntgabe, wer eigentlich der „Patient Zero“ gewesen ist, der sich als erstes mit SARS-CoV-2 infiziert sah.

Unterdessen gerät das Wuhan Institute of Virology nicht aus den internationalen Schlagzeilen, in dem mittlerweile Generalmajorin Chen Wei ganz offiziell das Kommando übernommen hat. Es ist, einmal mehr gesagt, doch sehr seltsam, dass sich das Bio-Lab 4 des Wuhan Institute of Virology gerade einmal 32 Kilometer von dem angeblichen Ground Zero des Sea Food Market in Wuhan City entfernt befindet, nicht wahr?!

Eindruck der künstlichen Erzeugung des Virus sind nicht vom Tisch

Hinzu kommt, dass inzwischen wissenschaftlich belegt ist, dass das neue Coronavirus HIV-ähnliche Mutationen in dessen Genomstruktur aufweist, und immer mehr internationale Forscher zu der Ansicht gelangen, wie unter anderem auch Prof. Fang Chi-Tai aus Taiwan (siehe Coronavirus-Thread), dass SARS-CoV-2 den Eindruck einer künstlichen Erzeugung (sehr wahrscheinlich in einem Labor) erwecke.

Welch drakonische Maßnahmen zur Vertuschung, der Zensur und der extremen Bestrafung von Whistleblowern wie dem inzwischen an COVID-19 verstorbenen Krankenhausarzt Li Wenliang hatte die KP Chinas über die letzten Wochen nicht doch ergriffen?!!

Wenn Peking des Glaubens sein sollte, von den eigenen Ungereimtheiten, die in diesem Fall mannigfaltig sind, nach außen ablenken zu können, so spielt die KP Chinas gerade ein sehr, sehr heißes Spiel mit dem Feuer.

Transparenzaufruf an USA ist eine Frechheit!

Es sei gesagt, dass dieses Pekinger Regime mehr als bekannt dafür ist, keinen Deut auf ein Menschenleben zu geben. Und auf eben jene Weise hat sich die kommunistische Führung des Landes im Laufe dieser Krise sowohl nach außen wie auch nach innen auch gezeigt. Deren hässliche Fratze ist für jedermann im eigenen Land und im Rest der Welt sichtbar geworden.

Ich möchte keineswegs behaupten, dass die Washingtoner Regierung mehr als Peking auf ein Menschenleben geben würde. Doch in diesem speziellen Fall sagen mir allein schon Intuition und Bauchgefühl, dass Peking seit Anbeginn dieser Krise etwas zu verheimlichen hat, ganz davon abgesehen, dass die offiziell durch Peking gemeldeten Infektionszahlen und Todesfälle auf reiner Propaganda basieren.

Es würde gewiss niemanden verwundern, wenn es in Festlandchina Millionen von infizierten Personen geben würde. Über die bislang tatsächlich resultierenden Todesfallzahlen lässt sich lediglich spekulieren. Dass ein chinesischer Regierungsvertreter Washington nach all dem, was in Festlandchina über die letzten Wochen geschehen ist, zur Transparenz aufruft, lässt sich als bodenlose Frechheit bezeichnen!

Hätte Peking etwas in der Hand, wäre längst vor der UNO vorgesprochen worden

Wohlgemerkt, dass sich die gestrigen Tweets des chinesischen Außenministeriumssprechers auf Aussagen von Dr. Robert Redfield, des Direktors der Centers for Infections and Disease Controls (CDC) in den USA, bezogen haben, laut denen es dem CDC entgangen sein könnte, dass in dieser Saison an einer normalen Influenza Verstorbene in den USA tatsächlich auch zuvor schon an COVID-19 verstorben sein könnten.

Wie in einem meiner vorherigen Kommentare zuvor schon einmal erwähnt, würde Peking, falls es für seine Anschuldigungen Indizien und/oder Beweise in Händen hielte, vor die Vereinten Nationen in New York ziehen, um dem Rest der Welt handfeste Dinge auf den Tisch zu legen, um die eigenen Anschuldigungen zu untermauern. Zumal das Reich der Mitte ständiges Mitglied des Sicherheitsrats des UNO ist.

Dass sich ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums der Twitter-Plattform bedient, um seine Anschuldigungen gegen einen Rivalen in die Welt zu setzen, ist in höchstem Maße unprofessionell und unseriös. Und stinkt zum Himmel! Doch es erweckt den Anschein, als ob diese Vorgehensweise nun der offiziellen Parteilinie der KP Chinas entsprechen würde. Das Virus hat seinen Ursprung also in den USA.

Es wird interessant sein zu beobachten, ob andere Top-Offizielle der Pekinger Regierung und der Kommunistischen Partei sich in den nächsten Tagen den Anschuldigungen von Zhao Lijian anschließen werden, um diesen „Verdacht“ zu nähren und sich durch öffentlich lancierte Vorwürfe gegen Washington in Szene zu setzen. China sollte vorsichtig sein, den Bogen in der aktuellen Situation nicht zu überspannen.

Denn es sind über die vergangenen Wochen Dinge geschehen, die lohnenswert sind, ein stetes Auge auf sie zu werfen. Hierzu möchte ich auf einen kürzlich publizierten Gastbeitrag meines Blogkollegen Dr. Paul Craig Roberts zurückkommen. Ich hatte in PCR´s Gastbeitrag Ist Russland dem Untergang geweiht? Zusatzinformationen angefügt, welche ich hier im Anschluss noch einmal aufleben lassen möchte. Es hieß wie folgt:

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Hochrangiger Pentagon-Offizieller: USA müssen sich auf Krieg gegen China vorbereiten

Der ein oder andere Leser erinnert sich vielleicht an unseren Gastbericht von Global Research vom 8. August 2016:

Eben jenen Bericht möchte ich einleitend aus der Mottenkiste holen, und würde jedem Leser empfehlen, den obigen Link noch einmal anzuklicken. Denn es gibt neue Entwicklungen in dieser Hinsicht, die nicht gerade freudig stimmen. Denn:

Die Vereinigten Staaten müssen sich auf einen möglichen Militärkonflikt mit China vorbereiten, indem neue Waffen entwickelt, die Allianzen mit Partnernationen gestärkt werden und die Effizienz des Pentagons verbessert wird“, wie ein hochrangiger Offizieller der Trump-Administration am Donnerstag vor einem wichtigen Ausschuss erklärte.

Die Wahrscheinlichkeit hinsichtlich eines möglichen Ausbruchs eines militärischen Konflikts mit China ist beängstigend“, wie Chad Sbragia, stellvertretender US-Verteidigungsminister für die Verteidigungsbereitschaft gegen China weiter ausführte.

Es handelt sich um einen langfristigen Prozess. Aus diesem Grund müssen wir flexibel und klug handeln. Chinas Volksbefreiungsarmee erweist sich als zunehmend beeindruckender Gegner, der seit langer Zeit gehegte Ambitionen mit ungesehenen, neuen Ressourcen verknüpft. China und der Volksbefreiungsarmee wird es auf diese Weise erlaubt, die eigene Militärpräsenz rund um den Globus auszuweiten, vorhandene Kapazitäten zu modernisieren und die nationalen Interessen der Vereinigten Staaten auf weit effizientere Weise herauszufordern“, wie Chad Sbragia, ehedem Amerikas Militärattaché in Peking, in einer Anhörung vor der US-China Economic and Security Review Commission mitteilte. Hier der entsprechende Link:

Chinas jüngst abgehaltene DF-26-Raketenübung habe eine „klare Botschaft“ an die USA ausgesendet. Während China seine Fähigkeit, das eigene Militär auch weit entfernt von den eigenen Gestaden einzusetzen, permanent ausweite, müsse das Pentagon ein Mehr an tödlichen Waffen zum Einsatz bringen und einen robusten Kampfverband mit Hilfe der US-Allianzpartner bilden.

Hierin sei die Entwicklung von mehr hypersonischen Waffen, Künstlicher Intelligenz (KI), Robotern und Laserwaffen eingeschlossen, so das Zeugnis Sbragias vor der oben genannten Kommission. Eine zweite Säule müsse aus Sicht des Pentagons eine Stärkung der Allianzen mit bestehenden Partnern haben, während neue Allianzpartner in der Welt gesucht werden müssen.

Die oben erwähnte Kommission wurde im Jahr 2000 durch den US-Kongress ins Leben gerufen, um die Verteidigungsbereitschaft des eigenen Landes im Hinblick auf bestehende Verbindungen in Handel und Wirtschaft zwischen den USA und China in bestimmten Zeitintervallen zu überprüfen.

Die nun ins Spiel gebrachten Vorschläge würden den USA einen potenziellen „asymmetrischen“ Vorteil gegenüber Peking verschaffen, der sich durch China nicht so leicht kompensieren ließe. Diese Einschätzung basiert insbesondere auf einer Vielzahl an mit den USA verbündeten Partnerländern in der Welt.

Gleichzeitig bestünden enge diplomatische Verbindungen und eine einende Historie in Bezug auf einen freien Handel und offene Grenzen mit diesen Allianzpartnern, so Chad Sbragia weiter. Während das Pentagon seine Aufmerksamkeit bereits seit einiger Zeit in Richtung Asien-Pazifik-Region (Pivot to Asia) ausgerichtet habe, habe eine Reihe der durch die Trump-Regierung verfolgten Strategien unter langjährigen Allianzpartnern in Europa und Asien für Irritationen gesorgt.

Traditionelle Allianzpartner hätten sich demnach über die aggressive Verhängung von Zöllen durch die Trump-Regierung beschwert. Auch Trumps Entscheidung, sich aus multilateralen Abkommen zurückzuziehen und dessen Fokussierung auf „America First“ erschwerten die aktuelle Situation.

Chad Sbragia wollte im Rahmen der Anhörung nicht weiter darauf eingehen, ob das Pentagon überrascht ob der jüngsten Ankündigung des philippinischen Staatspräsidenten Rodrigo Duterte gewesen sei, laut der das Bündnis zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten aufgekündigt werde. Lesen Sie hierzu bitte unter dem folgenden Link weiter:

Die Inselnation befindet sich strategisch betrachtet im Südchinesischen Meer, einem potenziellen Brennpunkt im Angesicht eines voranschreitenden Ausbaus einer künstlichen Inselgruppe in der umstrittenen Region. Chad Sbragia fügte hierzu an, es verwundere nicht, dass Peking seine Anstrengungen zu einer Beeinflussung von US-Allianzpartnern stetig intensiviere.

Es handele sich um einen Wettbewerb. Aus diesem Grund müssten die USA scharfsichtig handeln. Denn weitere Nationen würden zukünftig unter diesen Druck geraten. Chad Sbragia fuhr fort, indem er dazu mahnte, dass einer höchst ambitionierten Volksbefreiungsarmee Chinas nur mittels einer Säuberung des eigenen Hauses (und somit des Pentagons) begegnet werden könne.

Das dem Pentagon zur Verfügung stehende Budget müsse aus diesem Grund effizienter eingesetzt werden. Gleichzeitig müsse die Innovationskraft in der Zivilbevölkerung gestärkt, während die technologischen Errungenschaft in den Vereinigten Staaten weit besser geschützt werden müssten.

Chinas Fokus sei ganz klar auf den Bau von weiteren Militärbasen in Übersee und einer Wiedervereinigung mit dem abtrünnigen Inselstaat Taiwan gerichtet. Dies notfalls auch mittels eines Einsatzes von Gewalt. Chinas Regierung bediene sich darüber hinaus weiterer strategischer Mittel, wie beispielsweise Investitionen in Übersee, um mehr Einfluss auf die Regierungen anderer Nationen auszuüben.

Und deshalb die hieraus gezogene Schlussfolgerung von Chad Sbragia:

EIN BEWAFFNETER KONFLIKT ZWISCHEN DEN USA UND CHINA IST KAUM VERMEIDBAR.“

Ein sich intensivierender Wettbewerb zwischen den USA und China müsse jedoch nicht zwangsläufig zu einer militärischen Konfrontation führen, so die Hoffnung von Chad Sbragia. Die Volksbefreiungsarmee habe US-Offizielle zuletzt nach der Publikation von deren im Jahr 2019 lancierten „Defence White Paper“ über die eigene Sichtweise unterrichtet, so dass in Washington weiterhin darauf gehofft werde, auch in der Zukunft eine konstruktive, stabile und an Ergebnissen orientierte Verteidigungsbeziehung zur Volksrepublik zu unterhalten.

Die Volksbefreiungsarmee setze sich zum aktuellen Zeitpunkt aus rund zwei Millionen Soldaten unter Waffen zusammen. In diese Zählungen seien paramilitärische Einheiten, bewaffnete Polizeikräfte und Angehörige der Küstenwache noch nicht inbegriffen.

Diese Daten stünden in direktem Vergleich mit rund 1,3 Millionen aktiven Soldaten im US-Militärdienst und weiteren 800.000 abrufbaren Kräften in Reserve.

„Was heißt das für mich konkret!?“

Verlieren Sie nicht Ihren Blick für das große Ganze – und somit das geopolitische Gesamtbild. Es wird sich zeigen, wie sich diese Dinge im Angesicht der um die Welt schwappenden Coronavirus-Krise entwickeln werden. Es bleibt zu hoffen, dass es im Falle einer Intensivierung der allgemeinen Lage in der Welt nicht demnächst zu Schuldzuweisungen und ähnlichem kommen wird, wodurch die Welt der Diplomatie vollends aus den Angeln gehoben werden könnte – mit allen Konsequenzen, die ein solches Ereignis nach sich ziehen würde.

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USA führen Simulation eines Atomangriffs auf die Russische Föderation durch

Es geht noch weiter. Hinweisen möchte ich darauf, dass die Vereinigten Staaten Ende Februar auf einem der größten Militärstützpunkte im Bundesstaat Nebraska eine Simulation zu einem Atomangriff auf die Russische Föderation durchgeführt haben.

„Die Simulation eines Nuklearangriffs auf die Russische Föderation durch die Vereinigten Staaten lässt die Wahrscheinlichkeit wachsen, dass es zu einem apokalyptischen Showdown zwischen den Supermächten kommen wird“, wie Russlands stellvertretender Außenminister Sergei Ryabkov im Angesicht dieser Entwicklung erklärte.

Ryabkov forderte US-Präsident Donald Trump dazu auf, sich darüber bewusst zu sein, dass es in einem Nuklearkrieg keine Gewinner geben könne. Im Rahmen der seitens der Zentrale des Strategic Command in Nebraska abgehaltenen Atomübung, spielte US-Verteidigungsminister Mark Esper seine eigene Rolle in einem simulierten Fall, in dem es zu einem Showdown auf dem europäischen Kontinent zwischen der Russischen Föderation und der NATO kommen würde.

Nicht nur Sergei Ryabkov, sondern auch die russischen Medien berichteten querbeet über diese in den USA abgehaltene Atomübung, um neben der eigenen Empörung auch mahnende Worte gegenüber den USA zum Ausdruck zu bringen. Berichte hierüber fanden sich unter anderem hier:

„Was heißt das konkret für mich!?“

Ich möchte darum bitten, diese Entwicklungen im Angesicht der dem neuen Coronavirus geschenkten Aufmerksamkeit, die gewiss ihre Berechtigung hat, keineswegs aus den Augen zu verlieren. Denn das gefährliche Blame Game um die Verantwortlichkeit für den Ausbruch des neuen Coronavirus hat zwischen den Großmächten doch schon längst begonnen…

Mit allen Folgen, die das noch haben könnte.