Fed zeigt Stärke, KI sorgt für Unruhe – wie gefährlich wird es für die Börsen?
Die Fed setzt mit ihrer ersten Zinserhöhung seit über drei Jahren ein Zeichen für Preisstabilität und Unabhängigkeit – doch ein neuer Zinsschock muss daraus noch lange nicht werden. Robert Halver erklärt, warum auch die Straffung der Bank of Japan die Aktienmärkte nicht aus der Ruhe bringen sollte. Gleichzeitig sorgen Sicherheitsbedenken rund um KI für neue Verunsicherung und eine Rotation innerhalb des Tech-Sektors. Ist die KI-Euphorie damit vorbei – oder nimmt der Mega-Investitionszyklus gerade erst richtig Fahrt auf?
• Fed wahrt ihre Unabhängigkeit: Die erste Zinserhöhung seit über drei Jahren auf 4 Prozent soll Glaubwürdigkeit und den Kampf gegen die hartnäckige Inflation unterstreichen. Ein aggressiver Zinserhöhungszyklus wie 2022 wird dennoch nicht erwartet.
• Inflationsdruck soll wieder nachlassen: Die Fed rechnet nach dem aktuellen Energieschub mittelfristig mit sinkender Inflation. Auch Arbeitsmarkt und Wachstum sprechen gegen eine neue Lohn-Preis-Spirale.
• Japan strafft ebenfalls – aber mit angezogener Handbremse: Die BoJ erhöht auf 1,25 Prozent. Trotz des höchsten Leitzinses seit 31 Jahren bleiben die Realzinsen negativ und das Finanzierungsumfeld günstig.
• KI-Sorgen sorgen für Rotation statt Tech-Flucht: Nach dem abgesagten OpenAI-Börsengang und Sicherheitswarnungen bleiben Anleger bei Chipwerten vorsichtiger, während Cloud- und Software-Aktien wieder stärker in den Fokus rücken.
• KI-Investitionsboom bleibt intakt: Der massive Ausbau von Rechenzentren geht weiter; zugleich verschärft der technologische Wettlauf zwischen USA und China den strategischen Druck.
• Aktienmärkte verunsichert, aber keine Panik: Steigende Anleiherenditen und KI-Debatten erhöhen die Schwankungsanfälligkeit, daraus ist aktuell jedoch kein großes Drohpotenzial für die Aktienmärkte zu erkennen.






