Nikkei im Höhenflug, Yen im Schatten: Wie stabil ist Japans Comeback?
Mit der gewonnenen Super-Mehrheit im Parlament kann die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi durchregieren. So lassen sich auch radikale Wirtschaftsreformen in einem immer noch überregulierten Land und massive Konjunkturmaßnahmen durchführen. Diese sind allerdings nur mit einer noch dramatischeren Neuverschuldung möglich. Licht und Schatten liegen hier also nah beieinander. Wie viel Helligkeit ist zukünftig am japanischen Aktienmarkt zu erwarten?
• Politischer Rückenwind: Mit Super-Mehrheit kann Premierministerin Takaichi umfassende Reformen („Sanaenomics“) durchsetzen – Deregulierung, Investitionen in Schlüsselindustrien, Stärkung von „National Champions“.
• Börsen-Euphorie: Der Nikkei profitiert vom „Takaichi-Trade“, besonders Branchen wie Rüstung, Hightech, Industrie, Rohstoffe, Banken und Konsum.
• Hoher Preis: Massive Staatsinvestitionen bedeuten weitere Neuverschuldung – bei bereits rund 230 % Schuldenquote die höchste unter Industrieländern.
• Risiken am Anleihemarkt: Steigende Renditen, Inflationsgefahr und potenzielle Turbulenzen beim Yen Carry Trade könnten internationale Finanzmärkte belasten.
• Stützende Faktoren: Hoher Inlandsanteil der Schulden und die Bank of Japan als Käuferin letzter Instanz wirken stabilisierend.
• Währungsfaktor: Für Euro-Anleger bleibt der schwache Yen ein Performance-Risiko – selbst bei steigenden Aktienkursen.






