Den ersten Teil dieses Beitrages finden Sie hier.

Gehen wir an dieser Stelle einen Schritt zurück. Zur Trump’schen Personalpolitik, die ich im Teil 1 mit dem neuen US-Außenminister begann.

Trump hat Gina Haspel zum Deputy Director der CIA ernannt. Die Systemmedien griffen den Vorgang gierig auf und schrien begeistert „Neue CIA-Vizechefin hat Folter-Vergangenheit“ (FAZ). Begründet wird diese Personalie Trumps mit seiner angeblichen Absicht Gefangene in Amerika bald wieder zu foltern.

Oberflächlicher geht es nicht.

Hinter den Kulissen

Dass innerhalb der CIA, die jahrzehntelang eine imperialistische Politik förderte ,unter anderem mittels Farbrevolutionen, die von Soros wesentlich finanziert wurden, starke Gegner Trumps sitzen, liegt auf der Hand.

Ex-CIA-Direktor John Brennan griff Donald Trump mehrfach öffentlich an. Von der Idee Trumps, die Geheimdienste zu schrumpfen, war man dort nicht hellauf begeistert. Trump will das durch und durch korrupte System umkrempeln. Dass seine mächtigen Gegner nicht kampflos klein beigeben, dürfte ihm klar sein. Nun setzte er Haspel, die angebliche Folterknechtin, an eine der wichtigsten Schaltstellen der CIA.

Haspel hatte Beweisvideos vernichtet. Die Vernichtung wurde ihr befohlen. Damit konnten einige bequeme Pöstchen in den oberen Rängen gerettet werden. Danach warf man ihr die Vernichtung der Videos vor. Das kann jeder bei Wikipedia nachlesen: Haspel later carried out an order by https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_MorellMichael Morellhttps://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Morell, then deputy director of the CIA, to destroy any and all videos of waterboarding interrogations (2005 CIA interrogation tapes destruction).”

Die Geretteten in ihren bequemen Sesseln versagten ihr die Loyalität, die sie vorher von Haspel eingefordert hatten und zerstörten ihre Karriere.

Nun wurde diese Frau, der übel mitgespielt wurde, Vizechefin der CIA. Eine Frau, die die Mörderbande CIA seit 1985 in- und auswendig kennt, die die Strukturen und die Mitarbeiter kennt, über massenweise Insiderinformationen verfügt und, und das ist entscheidend, einen tiefen Groll gegenüber ganz bestimmten Personen in bequemen Sesseln hegt.

Ist unter diesem Aspekt betrachtet, die Entscheidung Trumps, dieser Frau wieder auf die Karriereleiter zu helfen, so abwegig oder gar dumm?

Beratungsforum China

Donald Trump hat ein strategisches und politisches Beratungsforum, außerhalb der bisher üblichen Regeln geschaffen.

In diesem Forum ist unter anderen Stephen Schwarzman’s Blackstone vertreten. An Schwarzman‘s Fonds hat sich 2007 die Volksrepublik China mittels ihrer China Investment Corp., einer der größten Fonds weltweit, beteiligt.  Direktor des Fonds war kein geringerer, als der zwischenzeitlich in das Amt des chinesischen Finanzministers gehobene Lou Jiwei. Lou Jiwei ist nach wie vor einer der gefragtesten und wichtigsten Berater der Regierung der Volksrepublik.

Schwarzman selbst gehört dem Beirat der School of Economics and Management der Tsinghua-Universität an. Dieser Rat wird geführt von Zhu Rongji, dem ehemaligen Premierminister. Sicher nicht ganz zufällig sitzen in diesem Rat die Entscheidungsträger von General Motors, JPMorgan Chase, Walmart-Stores, Elon Musk, PepsiCo und andere. Es handelt sich dabei um dieselben Personen, die im Beratungsforum Trumps in Washington sitzen. (“Trump Taps Steve Schwarzman, Jamie Dimon And Mary Barra For Advice On Job Creation, Growth,” Forbes Dez. 2016)

Ganz schön abwegig und dumm oder?

Nach außen bewerfen sich China und die USA öffentlichkeitswirksam ein bisschen mit Dreck, hinter den Kulissen sieht es ganz anders aus.

Militärisch ist für die USA kein Blumentopf mehr zu gewinnen

Die dummen Sanktionen der Obama-Administration und der Europäer verstärkte die Zusammenarbeit zwischen China und Russland. Auch militärisch. Russland schützt inzwischen Chinas Nordflanke im Südchinesischen Meer, wie die Militärs beider Staaten in einem gemeinsamen Manöver im letzten September eindrucksvoll demonstriert haben.

Die amerikanischen Militärs wissen sehr genau, dass sie mit Russland keinen offenen militärischen Konflikt riskieren können. Gegen Russland und China erst recht nicht.

Die US-Flugzeugträger würden die Korallenwelt im Südchinesischen Meer schnell bereichern. Diese stählernen Dinosaurier sind nur gegen militärisch drittklassige Gegner brauchbar.

Deshalb hat das Pentagon diese Geräte auch ganz schnell aus dem Schwarzen Meer und aus dem Nahen Osten in die Heimathäfen abgezogen zur „routinemäßigen Inspektion“, wie man verlauten ließ. Haben die Vasallen das beobachtet?

3. Weltkrieg? Eher nicht

Aus diesen Gründen wird es auch keinen dritten Weltkrieg geben. Zumindest keinen, der geplant herbeigeführt würde. Ginge es danach, wer die größten Sprüche klopft, dann wären die USA und die NATO noch der König. Mit Großmäuligkeit gewinnt man jedoch keine Kriege. Der König ist gefallen. Ob es die Vasallen in Europa gemerkt haben? Die neue, sich schon entwickelnde Weltordnung wird multipolar. Ob und welche Rolle die USA dabei spielen, ist noch unklar.

Ein dummer militärischer Unfall, der schnell eskalieren könnte, ist wegen der NATO-Provokation im Baltikum nicht auszuschließen.

Doch diesmal dürfte es schwierig werden für die Ex-Weltmacht bis zum letzten Mann anderer Armeen zu kämpfen. Putin hat sich klar geäußert. Die USA  blieben im Falle eines militärischen Konflikts, anders als bisher, nicht ungeschoren. Die US-Generäle nehmen das ernst. Im Gegensatz zu kriegstreibenden Systemmedien, an denen die Realität ungesehen vorbeihuscht und die es noch immer nicht verschmerzt haben, dass Hillary Clinton nicht Präsidentin ist.