Es ist ein vielgehörter Satz in diesen Tagen: „Die Welt wird nach Corona eine andere sein“.

Und wann immer sich schnelle und drastische Veränderungen ergeben, ist man gut beraten sich schnellstmöglich darauf einzustellen. Ich erspare Ihnen an dieser Stelle eine Diskussion über Ursache, Gefahr und Herkunft des Covid-19 Virus, das wird an vielen Stellen hinreichend getan.

Fakt ist, dass die Krise als starker Beschleuniger für eine ganze Palette von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen genutzt wird, die seit Jahren in der Planung sind - oder deren Umsetzung bereits begonnen hatte, aber die die nötige Durchschlagskraft noch nicht entfalten konnten. Die Krise gibt nun die Instrumente frei, mit denen diese neue Welt begründet werden kann.

Es fragt auch niemand danach, wem diese neue Welt gefällt, oder nicht. Die Entscheidung dazu ist längst getroffen. Doch werden wir konkret. Die heutige Ausgabe soll sich mit einem der wesentlichen Elemente dieser neuen Weltstruktur auseinandersetzen. Agenda 2030.

Der offizielle Titel „Transformation unserer Welt: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ bestätigt die Einschätzung, dass es dabei nicht um kleinere Anpassungen geht, sondern in der Tat um eine „Transformation unserer Welt“. Diese Agenda 2030 wurde von den Vereinten Nationen entworfen und trat 2016 in Kraft. Die Staatenlenker der Welt haben sich auf diesen Plan verständigt und bekommen dabei massive Unterstützung eines großen Teils der Wirtschaft… zumindest jener, die davon profitieren.

Und hier kommt auch unser Einsatz mit Cashkurs-Trends, denn es gilt in diesem Zusammenhang genau jene Unternehmen zu identifizieren, die von dieser künftigen Welt profitieren um darin zu investieren – und gleichsam die Verlierer zu erkennen um die Finger raus zu halten.

Dazu ist es sinnvoll, sich die 17 Ziele der Agenda 2030 vorzunehmen, die da wären

  1. Armut beenden – Armut in all ihren Formen und überall beenden

  2. Ernährung sichern – den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

  3. Gesundes Leben für alle – ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

  4. Bildung für alle – inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern

  5. Gleichstellung der Geschlechter – Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

  6. Wasser und Sanitärversorgung für alle – Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

  7. Nachhaltige und moderne Energie für alle – Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern

  8. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle – dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

  9. Widerstandsfähige Infrastruktur und nachhaltige Industrialisierung – eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

  10. Ungleichheit verringern – Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

  11. Nachhaltige Städte und Siedlungen – Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

  12. Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen – nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

  13. Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen

  14. Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen

  15. Landökosysteme schützen – Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zum Recht ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

  17. Umsetzungsmittel und globale Partnerschaft stärken – Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen


In wesentlichen Teilen unterscheidet sich diese neue Agenda diametral von unserer bisherigen Lebensweise. Bei aller berechtigter Kritik an vielen Aspekte, die mit diesem Projekt verbunden sind, sind es doch genau die Ziele, die die meisten von und in den letzten Jahren durchaus erwünscht haben. Wie immer entscheiden die Details der Ausgestaltung darüber, ob es für die Menschen in Gänze von Vorteil oder von Nachteil ist.

Klar ist aber auch, dass der VORteil der einen automatisch immer der NACHteil von anderen ist. Die gesamte Agenda steht unter dem Überbegriff „Nachhaltigkeit“ - was immer man darunter im Einzelnen verstehen kann.

Daraus ergeben sich (nicht abschließend) folgende Verlierer/Gewinner:

Starker CO2-Ausstoß

Verlierer:

  • Ölindustrie

  • Kreuzfahrtindustrie

  • Fernreisebranche

  • Luftfahrt

  • Verbrennungsmotoren

  • Individualverkehr

Gewinner:

  • Erneuerbare Energien / Wasserstoff

  • Regionale Ferien-/Freizeitparks

  • Online-Konferenzen

  • Home-Office

  • Öffentliche Verkehrsinfrastruktur



Hoher Ressourcenverbrauch

Verlierer:

  • Massenkonsum

  • Einwegprodukte

  • Einfamilienhäuser (ländliche Zersiedelung)

  • Printprodukte

  • Fleischproduktion/ Massentierhaltung

  • Fischereiindustrie

  • Einkaufszentren/Ladenlokale

Gewinner:

  • Sharing-Economy (Carsharing, Mietmodelle)

  • Städtebau (Kleine Wohneinheiten)

  • Digitalisierung in jeder Form

  • Onlineshopping

  • Fleischersatzprodukte

  • Digitales Lernen

Es ist schnell erkennbar, dass viele alte Industriezweige wegfallen werden. Die aktuellen politischen Aussagen zu Wiederaufbaufonds und Post-Corona-Wirtschaftspaketen zeigt sehr klar, dass kein Interesse daran besteht jene Industriezweige zu unterstützen, die der alten Welt angehören, um stattdessen die enormen Summen den Unternehmen der neuen Welt zukommen zu lassen. „Green Deal“ ist hier ein Schlagwort geworden.

Millionen Arbeitsplätze in den alten Industrien, die zu einem wesentlichen Teil auch noch immer deutsche Kernindustrien sind, wie bei der Produktion von Verbrennungsmotoren, werden verloren gehen. Zugleich werden neue Arbeitsplätze entstehen, aber der Saldo wird nach aller Voraussicht stark negativ sein. Auch hier wird an Modellen wie dem „Bedingungslosen Grundeinkommen“ gearbeitet, was aber heute nicht Thema dieser Ausgabe sein soll.

Wenn diese Agenda richtig und im Sinne der Masse der Menschen umgesetzt wird – und nicht wie so oft nur im Sinne weniger Konzerne und Eliten – steht am Ende eine tatsächlich bessere Welt mit besseren Lebensbedingungen für Mensch und Natur.

Vielleicht ist es ratsam, sich dieser ohnehin stattfindenden Entwicklung nicht zu verschließen, auch wenn es bedeutet alte Gewohnheiten aufzugeben und auch das eigene berufliche und private Leben neu zu denken. Das kann durchaus auch eine starke Bereicherung und der Impuls für persönliche positive Veränderungen sein.

Wichtig ist, dass wir uns einbringen und mit dafür sorgen, dass die Veränderungen tatsächlich zum Wohle der Gesellschaft stattfinden - und eben nicht ausschließlich zum Wohle einer kleinen Elite, während die Masse die Nachteile trägt. Gehen wir es also positiv an, freuen uns auf die positiven Entwicklungsmöglichkeiten und versuchen wir, die Negativen zu verhindern oder ihnen aus dem Weg zu gehen.

Dr. Wenzel hat das Thema von der Forschungsseite her beleuchtet und dazu die Position derer eingenommen, die jene Agenda 2030 nun mit Macht und Tempo umsetzen wollen. Aus diesem Blickwinkel ergibt sich am ehesten die Erkenntnis, wo die Reise hingeht und wo die Gewinner und Verlierer zu finden sind.

Diese Veränderung ist extrem vielschichtig, wie die 17 Zielpunkte bereits erahnen lassen. Wir werden und daher in künftigen Ausgaben immer wieder einzelnen Teilaspekten widmen und diese detailliert beleuchten und die Gewinnerunternehmen dieser „schönen neuen Welt“ identifizieren.

In diesem Sinne bleibt uns mal wieder der Satz von Catherine Janeway, Kapitänin der USS Voyager: „Rechne mit dem Schlimmsten und hoffe das Beste“.

Machen wir wie immer das Beste draus und konzentrieren uns auf die positiven Aspekte, ohne die kritischen Fragen zu vernachlässigen.

Auf eine hoffentlich glückliche Zukunft

Ihr

Dirk Müller







   

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