So widmet er sich in diesem Monat zwar dem breit erschlossenen Zukunftstrend Robotik, geht hierbei aber auf ein ganz spezielles Teilsegment der Robotik ein, die sogenannten Cobots (collaborative robots). Diese haben nichts mehr mit den hinter Stahlgittern umzäunten schweren Robotikarmen gemein, die wir beispielsweise aus der Fahrzeugfertigung kennen.

Vielmehr sollen sich die leichten und kompakten Cobots in verschiedensten industriellen Anwendungsfeldern so integrieren lassen, dass sie den Menschen nicht ersetzen, sondern ihm ganz im Gegenteil als flexibler Robo-Buddy zur Seite stehen. So arbeitet der deutsche Logistikspezialist DHL bereits mit KI-gestützten Flurfahrzeugen und Kommissionierungsrobotern, die den Angestellten bei der Verrichtung ihrer Tätigkeit Unterstützung leisten.

Die Vorteile liegen auf der Hand. So helfen die Cobots Angestellten bei der Verrichtung ihrer täglichen Arbeit - und Unternehmer freuen sich über steigende Effizienz, welche die Konkurrenzfähigkeit ihrer Firma steigert. Das führt wiederum zu Wachstumsimpulsen für das Geschäft, das in der Folge ausgebaut werden kann und in einer Schaffung neuer Arbeitsplätze resultiert. Währenddessen stehen Unternehmen, die sich dem Thema verschließen vor ernsthaften Problemen, da sie preislich schlichtweg nicht mehr mit ihren robotik-affinen Konkurrenten mithalten können. Somit ist es durchaus möglich, dass Cobots keine Arbeitsplätze vernichten, sondern sogar neue Stellen schaffen.

Zudem führt der Trend möglicherweise sogar dazu, dass es nach der Produktionsverlagerung der vergangenen Jahrzehnte in Billiglohnländer wieder zu einer ‚Heimholung‘ der Produktion in die Industrieländer kommen könnte. Gerade die im Zuge der Corona-Politik unterbrochenen Lieferketten, die sich bis heute noch nicht vollständig erholen konnten, werden diese Entwicklung zusätzlich anschieben. Je kürzer die Lieferketten, desto stabiler auch die Produktion. Das sehen nun auch die Verantwortlichen in der Industrie. So könnte die moderne Robotik sogar bei einer ‚Re-Industrialisierung‘ des Westens helfen.

Während sich also Unternehmen immer stärker mit dem Thema anfreunden - und das auch in Branchen, die bisher noch nicht, oder nur zaghaft auf Robotik gesetzt haben - sollte auch die Akzeptanz von Arbeitern gegenüber den Roboter-Gehilfen steigen. Nicht mehr in Stahlkäfigen eingesperrt, sondern eben als ‚Kollege Roboter‘ im direkten Umfeld ihrer menschlichen Kollegen sollen sie dem Menschen bei der Verrichtung der Arbeit helfen.

Neben künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und der Energiewende werden Robotik und Automatisierung zu den bestimmenden Zukunftstrends der kommenden Jahrzehnte gehören. Und innerhalb dieses Trends wird es der Einsatz der kollaborativen Cobots sein, der hierbei besonders starke Zuwächse verzeichnen wird. So rechnen die Experten von Research and Markets mit einem jährlichen Wachstum des Cobot-Marktes von 28 Prozent.

Bereits seit geraumer Zeit sind die wichtigsten Player aus dem Business mit großen Industrierobotern bekannt, und Industriezweige wie die Autoindustrie setzen seit Jahren auf Robotik. Dieser Trend ist etabliert und lässt sich deshalb ganz klar in der Trendphase sechs verorten. Der innerhalb dieses übergeordneten Trends liegende Zukunftstrend der Cobots steht allerdings erst am Anfang seiner Reise.

Verschiedene Industriezweige beginnen gerade erst, die diversen Anwendungsfelder von Cobots für sich zu entdecken. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist der Trend noch nicht stark präsent. Das ist auch der Grund, warum sich der Zukunftstrend der Cobots unserer Einschätzung nach zwischen den beiden Trendphasen zwei und drei befindet. Und das sind eben jene Phasen, innerhalb derer sich die aussichtsreichsten Aktien der kommenden Jahre ausmachen lassen. Grund genug, um sich gründlich mit dem Thema der Cobots auseinander zu setzen.


Ihr Christof von Wenzl

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