Dollar General

Der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Jahres stieg um 17 Prozent auf 8,2 Mrd. USD, das Bruttoergebnis belief sich auf 2,6 Mrd. USD oder lag um 24 Prozent höher als noch im dritten Quartal 2021 (Fiskaljahr). Die Bruttomarge lag bei 31,3 %, nach noch 29,5 % im Vorjahresvergleich. Netto verdiente man 574 Mio. USD, dies entspricht einer Nettomarge von sieben Prozent. Der Free Cash Flow wurde mit 203 Mio. USD berichtet. Grund für die rund 57 prozentige Steigerung des Nettoertrags waren die im Verhältnis zum Umsatz niedrigeren Kosten. Die operativen Ausgaben stiegen nur um 220 Mio. USD bei einer Steigerung des Umsatzes von 1,2 Mrd. USD.

Im Fiskaljahr 2020 wurden 2780 Immobilienprojekte, hier 1000 neue Geschäfte eröffnet. 1670 Läden wurden umgebaut und 110 Einkaufsmöglichkeiten an neue Standorte verlagert. Während Corona veränderte sich das Kaufverhalten laut CEO Todd Vasos. Kunden schauten vermehrt auf Angebote und nutzten Discounter, um die täglichen Dinge des Lebens zu erschwinglichen Preisen zu erwerben.

Dieser Trend wird sich unserer Meinung nach auch im nächsten Jahr fortsetzen. Dollar General kaufte 4,4 Mio. eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 204,58 USD in den letzten drei Monaten zurück. Unser Depotwert ist ein stetiger Dividendenzahler und so kommen die nächsten 0,36 USD pro Aktie um den 19.01.2021 hinzu.

Die Zahlen zum abgelaufenen Quartal entsprachen unseren Erwartungen und verdeutlichen, dass man in schlechten Zeiten sehr genau schaut, wo man die täglichen Produkte für die Familie zu möglichst günstigen Preisen erwerben kann. Gewöhnt man sich einmal an dieses Angebotskaufverhalten, dann wird man davon auch in besseren Zeiten nicht signifikant abweichen. Gut für unseren US-Discounter, der mit Aldi oder Lidl in Deutschland vergleichbar ist.

Accenture

Das US-amerikanische IT-Beratungsunternehmen berichtete seine Zahlen zum abgelaufenen ersten Quartal 2021 (gebrochenes Geschäftsjahr) und schlug die Erwartungen des Marktes. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,5 % auf 11,8 Mrd. USD, der Bruttogewinn kletterte rund sieben Prozent auf 3,9 Mrd. USD. Auf Basis des Nettoergebnisses schaffte man sogar eine Steigerung von 10,5 % auf fast 1,4 Mrd. USD. Der Free Cash Flow wurde mit 1,5 Mrd. USD berichtet und zeigt, wie profitabel das Geschäftsmodell ist.

CEO Julie Sweet sprach im Call von einem breiten Wachstum über viele Ebenen. Sowohl vertikal als auch horizontal, zum Teil aus Zukäufen konnte das Unternehmen seine Vormachtstellung ausbauen.

Im Consultingbereich blieb man auf Vorjahresniveau, konnte aber im Segment Outsourcing gut neun Prozent zulegen. Das Neukundengeschäft (new bookings) wurde mit einem Plus von zwölf Prozent auf 12,9 Mrd. USD berichtet.

Accenture hob den Ausblick für das Fiskaljahr 2021 an. Das Umsatzwachstum soll vier bis sechs Prozent betragen, der Gewinn pro Aktie (GAAP) bei 8,17-8,40 USD und der Free Cash Flow zwischen 6-6,5 Mrd. liegen.

Corona und die sehr gute Vernetzung in alle Branchen beschert Accenture weiter Auftrieb. Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden. Der Drang zur Digitalisierung wird sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen.

Nike

Nike berichtete letzte Woche die Zahlen für das angelaufene zweite Quartal des Fiskaljahres 2021. Der Umsatz wuchs rund neun Prozent auf 11,2 Mrd. USD. Der Bruttogewinn (Marge 43,1 %) lag sieben Prozent über dem Vergleichsquartal (Q2 2020, gebrochene Quartale und Jahre). Durch u.a. eine Reduktion der operativen Kosten von ca. 1,7 %, konnte ein Vorsteuerergebnis von 1,5 Mrd. (Plus 16,5 %) und ein Nettoergebnis von 1,1 Mrd. (Plus zwölf Prozent) berichtet werden.

Das Wachstum kam hauptsächlich aus China mit einem Anstieg des Umsatzes um 24 %. Der Bereich direct-sales, also der direkte Umsatz mit dem Endkunden kletterte weiter und erreichte ein Plus von 32 % auf nunmehr 4,3 Mrd. USD. Der digitale Umsatz legt 84 % zu, die Treiber waren Nord Amerika, EMEA und China.

Nike hat mal wieder gezeigt, dass man trotz geschlossener Ladengeschäfte das Geschäftsmodell in kürzester Zeit umbauen und dennoch profitabel wirtschaften kann. Dieser Umbau wird sicherlich auch nach Corona weiter Bestand haben und könnte sich durchaus positiv für die kommenden Quartale auswirken.

„Was heißt das konkret für mich!?“

Unsere Berichtssaison ist nun zu Ende und unsere Unternehmen haben durch die Bank ordentliche Zahlen abgeliefert. Ein breit aufgestelltes Portfolio mit Unternehmen, die sowohl von einer zunehmenden Digitalisierung profitieren also auch die „alten“ Tugenden beherzigen ist in unseren Augen optimal.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2021. Bleiben Sie gesund und verlieren Sie nicht die Hoffnung auf all das Positive, was uns 2021 bringen mag.