Ukrainische Marineschiffe haben die durch Russland auferlegten Restriktionen im Hinblick auf das Asowsche Meer wie auch die Artikel 19 und 21 der UN-Konvention zu den Gesetzen auf hoher See verletzt und unterlaufen.

Die ukrainische Marine hat die Seegrenzen Russlands überschritten, wobei in eine abgeriegelte Zone der russischen Seegewässer eingedrungen wurde. Es zeichnet sich deutlich ab, dass einmal mehr Washington hinter diesen Vorkommnissen steckt, weil die Ukraine ein solch provozierendes Manöver niemals auf eigene Faust durchführen würde.

NATO sichert direkte Unterstützung zu

Unter diesem Link findet sich eine aus meiner Sicht akkurate Erklärung zu den aktuellen Ereignissen. Die russische Marine hat die ukrainischen Schiffe festgesetzt. Selbstverständlich stürzen sich die korrupten Konzernmedien des Westens, die meisten davon unter der Fuchtel der amerikanischen CIA, wie die Geier auf diese Geschichte, um Russland einmal mehr „aggressives Verhalten“ vorzuwerfen.

Washington und dessen angegliederte Konzernmedien lassen wirklich keinen Versuch aus, um Donald Trump daran zu hindern, dessen einstmals erklärtes Ziel einer Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation in die Tat umzusetzen.

NATO-Sprecherin Oana Lungescu war schnell bei der Sache, um der Ukraine die Solidarität der NATO zuzusichern: „Die NATO unterstützt die staatliche Unabhängigkeit der Ukraine und deren territoriale Integrität in vollem Ausmaß, inklusive der Seenavigationsrechte der Ukraine in deren territorialen Gewässern.“

Militärbudget soll um jeden Preis aufrecht erhalten werden

Der militärisch-industrielle Komplex in den Vereinigten Staaten scheint das Risiko eines nuklear geführten Krieges zu jedem nur denkbaren Zeitpunkt der Aussicht auf eine Reduzierung seines jährlichen Budgets in Höhe von $1.000 Milliarden vorzuziehen.

Es handelt sich hierbei um eine unnötig exorbitante Summe, die zukünftig wohl noch weiter anwachsen wird, da die korrupten Konzernmedien – ganz auf Linie mit dem militärisch-industriellen Komplex der USA – damit fortfahren, sowohl Russland als auch Putin bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu dämonisieren.

Dabei werden die offensichtlichen Orchestrationen von Ereignissen in deren Berichterstattung vollkommen außer Acht gelassen, um Russland immerfort in Farben einer akuten Bedrohung zu malen.

Die Reaktion der russischen Regierung auf die Provokationen der Ukraine und deren Unterlaufen von bestehenden Gesetzen sieht die sofortige Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats vor, als ob dabei auch nur irgendetwas herauskommen würde.

Washington steuert einen solch hohen prozentualen Anteil zum UN-Budget hinzu, dass nur wenige Nationen eine oppositionelle Haltung gegenüber Washington einnehmen werden.  Wie es einst Präsident Donald Trumps verrückte UN-Botschafterin Nikki Haley auf den Punkt brachte: „Wir merken uns das und werden es unsere Gegner spüren lassen.“

Russland gräbt sich das eigene Grab

Die aktuelle Entwicklung beobachtend, scheint der Kreml noch immer – trotz zahlreicher Indizien, die auf das exakte Gegenteil hindeuten – zu glauben, dass eine defensive Haltung gegenüber dem Westen, die sich an bestehenden Gesetzen und nicht am Einsatz von Waffengewalt ausrichtet, ein effizientes Mittel sei, die durch den Westen vorgebrachten Vorwürfe hinsichtlich eines „aggressiven Russlands“ zu diskreditieren.

Schön, wenn dies wahr wäre, doch wie kürzlich ein hochrangiger Regierungsoffizieller Russlands  ankündigte, werde sein Land trotz der überwältigenden Wahlergebnisse, die einst eine Unabhängigkeit von Kiew in den sich von der Ukraine lossagenden russischen Provinzen vorsahen, die unabhängigen Republiken von Donezk und Luhansk staatenrechtlich nicht anerkennen.

Am Sonntag hat die ukrainische Armee ein massives Artillerietrommelfeuer eröffnet, in dessen Zuge private Wohngebiete in der selbst ernannten Volksrepublik von Donezk unter Beschuss genommen wurden.

Darauf vertrauend, dass es im Westen Rechtsstaatlichkeit gibt, gräbt die russische Regierung Russlands eigenes Grab, während es Washingtons ukrainischen Nazis erlaubt wird, russische Volksstämmige zu ermorden.

Russlands Regierung diskreditiert sich selbst, indem es noch immer Vertrauen in Vasallen der Vereinigten Staaten – wie beispielsweise Deutschland – setzt, um die einst im Minsker Abkommen getroffenen Vereinbarungen durchzusetzen.

Trotz aller gegenteiligen Beweise wird in Russland noch immer an eine bestehende Rechtsstaatlichkeit im Westen geglaubt. Russland fährt Jahr um Jahr damit fort, sich auf diese nicht existierende Rechtsstaatlichkeit im Westen zu berufen.

Russland und China als leichte Beute

Diese in Moskau verfolgte Strategieleitlinie überzeugt Amerikas Neokonservative darin, die das Sagen über Washingtons Außenpolitik haben, dass Russland sich nicht dazu in der Lage sieht, seine eigenen staatlichen Interessen zu verteidigen.

Putins Regierung scheint zu glauben, dass sie, um die eigene demokratische Gesinnung zu zeigen, jeden russischen Verräter im Namen des Rechts auf freie Rede zu tolerieren habe. Russland erweist sich aus diesem Grund als leichte Beute im Hinblick auf die anhaltenden Versuche einer Destabilisierung der Nation.

Wir können es bereits an Putins sinkenden Zustimmungswerten in Russland ablesen. Die russische Regierung erlaubt durch die USA finanzierten heimischen Zeitungen und NGOs, die russische Regierung tagtäglich aufs Korn zu nehmen und aus dem inneren heraus scharf zu kritisieren.

Eine über Jahrzehnte währende Propaganda Amerikas scheint viele in der Welt überzeugt zu haben, dass freundschaftliche Beziehungen mit Washington den Schlüssel zum Erfolg verheißen. Die in Russland lebenden „Atlantischen Integrationisten“ glauben, dass Putin einer solchen Freundschaft im Wege steht.

China erweist sich als ebenso leichtes Zielobjekt. Die Pekinger Regierung erlaubt chinesischen Studenten, in den Vereinigten Staaten zu studieren, von wo sie durch US-Propaganda gehirngewaschen nach Hause zurückkehren, um zu einer fünften Kolonne Washingtons im Reich der Mitte zu avancieren.

Hin und wieder erweckt es den Eindruck, als ob Russland und China sich mehr darauf fokussiert haben, den eigenen Reichtums- und Wohlstandszustand in ihren Ländern zu fördern, anstatt das eigene nationale Überleben zur Priorität Nummer 1 zu machen.

„Nationales Überleben“ in Gefahr?

Es ist außergewöhnlich, dass sich diese beiden Regierungen noch immer eingeschränkt in ihrer Unabhängigkeit sehen, indem sie es weiterhin vorziehen, aus internationalen Handelsgründen abhängig vom US-Dollar und dem westlichen Finanzsystem zu bleiben.

Da Washington Kontrolle über die medial lancierten Geschichten ausübt, wird sich das nationale Überleben im Angesicht der hegemonialen Ansprüche Washingtons für beide Staaten als schwierig und als große Herausforderung erweisen.

Gastbeitrag für CK*Wirtschaftsfacts / © 2018 Dr. Paul Craig Roberts / Institute for Political Economy

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