Verantwortlich dafür war die Bayer AG (Schadenersatzzahlungen an Glyphosatgeschädigte in den USA), diese büßte über 19 % ein und zog als Schwergewicht den DAX „nach unten“. Besser erging dem DJ EuroStoxx 50 Index, denn der konnte 1,2% auf 3.352 zulegen. Ebenfalls im Plus waren die Börsen in den USA. So gewann der S&P 500 Index in den letzten vier Wochen 33 Punkte auf 2.834 Punkte (+ 1,10%) hinzu. Der MSCI World Index konnte - auch aufgrund des festeren US-Dollars - von 112,31 auf 113,83 zulegen. Unser Fondspreis gab um 1,01 auf 99,72 nach.

Nachdem iRobot in den ersten beiden Monaten des Jahres stark gestiegen ist (von $ 80 auf $ 130), kam die Aktie aufgrund von Gewinnmitnahmen etwas unter Druck. Der Börsenkurs verzeichnete einen Rückgang von $ 12 auf $ 117,69. Von der Unternehmensseite gab es keine Meldungen, sodass wir diese Kurskorrektur eher als Konsolidierung sehen. iRobot ist weiterhin sehr gut im Marktsegment Saugroboter aufgestellt und diese Produkte erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit bei den Konsumenten.

Weiter in den Schlagzeilen war im Berichtszeitraum die Wirecard AG. Volatiler kann man sich einen Aktienverlauf nicht vorstellen. Am 1. März notierte die Aktie zu Börsenschluss bei € 120,50. Dann sorgten neue Gerüchte und Meldungen aus der englischen Presse (Financial Times) für deutlich nachgebende Kurse. Die deutschen Medien sprangen auf den fahrenden Zug der negativen Berichterstattung auf.

Die Folge: Tiefstkurs am 25. März mit € 93,12! Dann der vermeintliche Befreiungsschlag von Wirecard mit der Veröffentlichung des Untersuchungsergebnisses aus Singapur. Daraufhin sprang die Aktie am 26. März von € 99,20 in der Spitze auf € 130,45. Wer gedacht hatte, dass die Financial Times mit Schlagzeilen „lockerlässt“, der irrt. Denn am Freitag kam ein neuer, langer Bericht in dem Wirecard u. a. Scheingeschäfte vorgeworfen werden. Der Aktienkurs rauschte daraufhin wieder nach unten und schloss die letzte Woche mit € 111,70.

CEO Braun meldete sich am Samstag mit einem FAZ-Interview zu Wort, wies die jüngsten Anschuldigungen zurück und drohte seinerseits mit Klage gegen die Financial Times. Wir bleiben bei Wirecard weiter engagiert!

Sehr gut lief es im März für Nvidia. Die Aktie kletterte von $ 156,45 auf $ 179,56, ein Anstieg in US Dollar von 14,8%. Auslöser von einigen Broker-Empfehlungen war eine Präsentation von Nvidia auf der Technologiemesse in San Jose (Kalifornien) bei dem Nvidia neue Produkte vorstellte. Angetan war die Presse u.a. von neuen Innovationen, die das autonome Fahren betreffen.  Hier liegt für uns auch der Schlüssel zum Erfolg bei dem Unternehmen aus den USA.

Der Widerstand von einigen Aktionären gegen eine Fusion von Bristol-Myers Squibb bröckelt und dies führte dazu, dass am Freitag die Aktie von Celgene einen starken Wochenendspurt hingelegt hat. Per Saldo verbesserte sich die Aktiennotierung im Berichtszeitraum von $ 85,96 auf $ 94,34 (+ 9,7%). Der rechnerische Wert von Celgene liegt aktuell bei $ 97,71 (BMY Aktie $ 47,71 plus $ 50 in bar).

Ebenfalls auf der Gewinnerseite zu finden war die Apple Aktie. Diese verzeichnete einen Kursanstieg von $ 150 auf $ 190. Anfang Januar schienen die Investoren den Glauben an Apple zu verlieren und die Aktie notierte bei $ 141,39. Keine drei Monate später wird die Gesellschaft 34% höher bewertet, obwohl sich im Grund genommen wenig beim Unternehmen selbst getan hat. Aber die Zuversicht der Anleger scheint wieder zurückgekommen zu sein. Wir halten weiter an Apple fest.

Kleiner Kursschwankungen des Fonds - trotz der noch immer aktiven Absicherungen - liegen darin begründet, dass der Fonds nicht jede Aktie einzeln absichert, sondern aus Kostengründen das Gesamtaktienvolumen gegen den Gesamtmarkt (die drei für uns entscheidenden Indizes Eurostoxx 50, Nasdaq 100 sowie S&P 500) absichert.

An manchen Tagen verhalten sich einzelne Aktien stark unterschiedlich zum Gesamtmarkt. In den vergangenen Wochen haben wir das besonders deutlich bei Wirecard oder Celgene beobachtet. Aber auch Sondermeldungen, Quartalsberichtserstattungen oder einfach Branchenverschiebungen (mal läuft Pharma, mal läuft Energie) führen dazu, dass sich unsere Aktien im Vergleich zum Gesamtmarkt einmal etwas besser und ein andermal etwas schlechter entwickeln.

Diese Schwankungen sind absolut normal, laufen an manchen Tagen gegen uns, an anderen Tagen für uns. Per Saldo beobachten wir, dass es in der Regel eher für uns läuft, da wir hohen Wert auf Qualitätsaktien legen. Diesen täglichen kleinen Bewegungen sollte man keine allzu große Beachtung schenken, ganz gleich ob negativ oder positiv. Einzig entscheidend ist für uns die langfristige Entwicklung über mehrere Jahre.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Börsenwoche.

Ihr
Dirk Müller & Andreas Schmidt