An dieser Stelle möchten wir uns zunächst ganz herzlich bei der Griechenland Zeitung für die Bereitstellung des Artikels für unsere Leser bedanken. Mehr über die Griechenland Zeitung erfahren Sie unter www.griechenland.net

Folgend finden Sie die Abschrift des Artikels, der in der Ausgabe vom 09.05.2018 erschienen ist.

Aussichtsreiche Energieprojekte

Außer dem Dreiertreffen hatte Tsipras auch bilaterale Unterredungen mit Zypernpräsident Nikos Anastasiadis und mit seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahu.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen die jüngsten Entwicklungen im östlichen Mittelmeer und Energiefragen, vor allem der Bau der Erdgasleitung „EastMed“. Eine entsprechende Absichtserklärung war bereits im Dezember 2017 unterzeichnet worden. Geführt werden soll diese rund 2.000 Kilometer lange Pipeline für israelisches Erdgas bis nach Italien. Die Kosten für das Projekt werden auf sechs Mrd. Euro geschätzt.

Die drei Spitzenpolitiker einigten sich darauf, noch innerhalb dieses Jahres einen Vertrag über das EastMed-Projekt zu unterzeichnen. Nikos Anastasiadis sprach im Anschluss von einer „gemeinsamen Vision über Frieden und Zusammenarbeit“. Das jüngste Treffen, so stellte er fest, habe einen „bedeutenden geopolitischen Wert“. Premierminister Tsipras konstatierte, dass die Zusammenarbeit der drei Länder immer schärfere Konturen annehme. Er rief dazu auf, die Kräfte zu bündeln, „um die Zusammenarbeit und den Wohlstand“ zu sichern.

Gas im Wert von 600 Milliarden US-Dollar

Das Mittelmeer müsse „ein Meer des Friedens und der Sicherheit“ werden. An die Adresse Ankaras gewandt sagte er, dass die Türkei die souveränen Rechte ihrer Nachbarn akzeptieren müsse. Das sei die Position aller drei Staaten, die sich am Gipfeltreffen beteiligten.

Unterdessen sorgen auch immer wieder Nachrichten über große Erdöl- und Erdgasvorkommen in Griechenland für Schlagzeilen. Am Montag gab der Vorsitzende der Griechischen Gesellschaft zur Verwaltung Fossiler Brennstoffe, Jannis Basias, auf einem Kongress in Athen bekannt, dass unter der Meeresoberfläche südlich von Kreta so viel Erdgas lagere, dass Griechenland in einem zeitlichen Rahmen von 25 Jahren bis zu 600 Milliarden Dollar erwirtschaften könne. (GZjh)

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