Am Freitag sah es endlich nach einem Happy End zum Wochenende aus. Während am Mittwochnachmittag kurz vor dem FED-Zinsentscheid noch Tiefstkurse um 1.760 USD gesehen wurden, sprangen die Goldnotierungen am Freitag locker über die Marke von 1.800 USD und damit endlich auch über die Abwärtstrendlinie der letzten fünf Monate! 

Nun ist bereits kurzfristig Luft bis zur bekannten Widerstandsmarke um 1.834 USD. Hier verläuft die gewichtigere Abwärtstrendlinie der letzten 15 Monate. Ein erster Test bzw. Angriff ist mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in der nächsten Woche zu erwarten. Da sich die Tages-Stochastik aufgrund des Rücksetzer deutlich abgekühlt hatte, wäre darüber hinaus auch ein Anstieg in Richtung 1.900 USD denkbar.
 

Gold in USD, Tageschart vom 05. November 2021

Zinn: Analysten sehen Rekordpreise und knappes Angebot

Zinn ist eigentlich ein wenig beachteter Markt. Doch seit dem Corona-Tief im März 2020 kennt der Preis für dieses Industriemetall nur eine Richtung: aufwärts. Im Oktober erreichte die Notiz an der LME in London mit 38.215 USD je Tonne einen neuen Rekordwert. 

Bei solch dynamischen Bewegungen hinken auch die Analysten hinterher, dennoch lohnt sich stets ein Blick auf die neuesten Studien. So hat Fitch Solutions seine Preisprognosen für 2021 und 2022 hochgesetzt. Im kommenden Jahr soll Zinn im Durchschnitt 32.500 USD je Tonne kosten. Das ist zwar weniger als heute, aber eine große Belastung für die Abnehmer aus der Industrie.

Die größte Nachfrageintensität kommt seit Jahren aus der Photovoltaik-Branche. Hier benötigt man Zinn unbedingt. Da hilft es nicht, dass es Probleme in der Lieferkette gibt oder Schmelzen in China wegen Energieknappheit dichtmachen. 

Laut Fitch, die stets etwas konservativer in ihren Projektionen sind, soll der Zinn-Markt spätestens 2026 in ein Defizit rutschen; andere Marktkenner rechnen damit weit früher. Neben der starken Nachfrage wird das schwache Angebot als Ursache genannt. Zinn ist oft ein Beiprodukt in Minen, reine Zinnvorkommen sind rar gesät. Dementsprechend fielen Investitionen in die Erschließung neuer Vorkommen in den vergangenen Jahren gering aus. 

Die Unternehmen, die hier dennoch investiert waren, spüren das am Aktienkurs. Der Kurs von Alphamin Resources hat sich beispielsweise seit Anfang 2020 fast verfünffacht. Dabei haben die Kanadier nicht einmal eine eigene Produktion, sondern entwickeln „lediglich“ eines der größten Zinnvorkommen der Welt. 

Herzliche Grüße

Ihr Dirk Müller und das Team von Cashkurs*Gold

 


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