von Rupert Hargreaves

Um ein bisschen Licht auf die bestehende Situation zu werfen, haben Analysten der UBS Immobiliensparte, der Wirtschaftssparte und Finanzteams in Kooperation mit dem UBS „Evidence Lab“ eine groß angelegten Umfrage mit 3368 Chinesen im Alter von 21-46 Jahren, die in Städten der Kategorie 1, 2 und 3 (insgesamt 159 Städte) leben, gestartet. Ziel war es, ein besseres Verständnis für den Kaufentscheid von Immobilien seitens der Konsumenten zu erlangen. Die Umfrage fand Ende August/Anfang September statt, bevor die gesetzlichen Maßregelungen, den Markt zu bremsen, griffen.

Die Kernergebnisse der Umfrage waren folgende:

14% der Käufer erwarben innerhalb des letzten Jahres Immobilien, von welchen 70% in Kategorie-3-Städten lagen, was uns zeigt, dass die Immobiliennachfrage sich aus den begehrteren Kategorie-1- Kategorie-2-Städten verschiebt. Die meisten dieser Käufe wurden als Investitionen getätigt.

Die Umfrage bestätigt, dass in den vergangenen zwölf Monaten ein Drittel der Immobilienkäufe als Investitionen getätigt wurden. Vereinfacht gesagt: 8% der Befragten sagten, dass sie die Immobilie als Investition gekauft hätten, aber vermutlich leer stehen lassen werden. 23% der Befragten sagten, dass sie die Immobilie ebenfalls als Investition sähen, aber gleichzeitig vermieten wollen. 7% behaupten, sie hätten nur gekauft, um „nicht die günstige Gelegenheit zu verpassen“. 45% wiederum sagten, sie hätten die Immobilie gekauft um selber darin zu leben, während 17% angaben die Immobilie für Familienmitglieder gekauft zu haben.

Den Umfragen nach, scheint die Immobilien-Nachfrage für die nächsten Monate stabil zu bleiben. Von den 3368 Befragten gab ungefähr ein Drittel derer, die innerhalb der nächsten zwölf Monate kaufen wollen (oder schon gekauft haben) an, den Erwerb in der zweiten Hälfte von 2016 zu tätigen. Ein weiteres Drittel will die Immobilien 2017 kaufen. Der Wunsch nach einer Immobilie innerhalb der nächsten 18 Monate ist in den Kategorie-2- und -3-Städten um 5% gestiegen und gleichermaßen in den Kategorie-1-Städten um 5% gesunken.

Eine sehr interessante Enthüllung, die durch die Umfrage ans Licht kam, ist der Beweis dafür, dass gesetzliche Verschärfungen und Maßnahmen in Bezug auf Immobilien kaum Auswirkungen auf den Markt haben. 70% der Befragten gaben an von den Verschärfungen nichts gewusst zu haben. 1% der Befragten sagten, die Verschärfungen hätten sie dazu gebracht, den Kauf auf Kategorie-1-Städte zu verschieben und 15% sagten sie würden ihr potenzielles Kaufgebiet auf außerhalb der Kategorie-1-Städte verlegen.

Die finale Erkenntnis der Umfrage ist, dass viele Immobilienkäufer ihre Transaktionen vorzeitig tätigen, um von den billigen Krediten zu profitieren. 48% der Konsumenten sagen, sie hätten Kredit-Forderungen gestellt, wegen folgender Gründe:



Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von http://www.valuewalk.com für Cashkurs übersetzt. Den Originalbeitrag finden Sie in englischer Sprache unter

http://www.valuewalk.com/2016/10/china-property-craze