Laut der linksliberalen griechischen Wirtschaftszeitung Imerisia werden Altbau-Wohnungen in Notverkäufen schon zu Preisen von ein bis zwei Jahresmieten zum Verkauf angeboten.

Inzwischen gibt es hunderte Verkaufsangebote zu Preisen von unter 100 Euro pro Quadratmeter.  Dabei handelt es sich keineswegs um “Ruinen”, sondern um 30 – 40 Jahre alte Wohnungen, die sofort beziehbar sind.

Die ausufernden steuerlichen Belastungen für Immobilien zwingen viele Eigentümer zum Verkauf. Die Schwierigkeiten bei der Suche nach  zahlungskräftigen und –willigen Mietern,  haben einen gewaltigen Wohnungsleerstand geschaffen.

Altbauwohnungen– hauptsächlich in der Hauptstadt Athen – stehen jahrelang leer. Eigentümer müssen jedoch Steuern, immer wieder neue Stromabgaben  und Gemeindeabgaben zahlen. Außerdem müssen sich die Eigentümer auf die ab 2014 geltende neue Besteuerung einstellen. Diese basiert auf sogenannten “objektorientiert festgesetzten Werten”. Dieser Wert hat keinen Bezug zur realen Situation; er wird von den Finanzbehörden festgesetzt und wird überwiegend bei einem Vielfachen des Marktwertes liegen.

Ein- und Zweizimmerwohnungen kann man bereits ab 8.000 Euro finden. Kypseli, Agios Panteleimonas, Sepolia, Keratsini, Chatzikyriakia, Platia Amerikis, Pagkrati, Ilisia usw. (überwiegend Stadtteile im Norden und Westen Athens) sind die Bezirke mit den meisten Altbauwohnungen, die zu Spottpreisen verkauft werden.

Wohnungen, die teilweise noch nicht mal renovierungsbedürftig sind, sind zum Albtraum für die Eigentümer geworden.

Ein Traum ist es möglicherweise für alle Interessenten, die solche Wohnungen kaufen wollen. In Kypseli wird eine Wohnung mit 55 m² im ersten Stock, Baujahr 1958, in ausgezeichnetem Zustand für 11.000 Euro, also 200 Euro/m² verkauft. Eine andere für 5.000 Euro, sprich für 91 Euro pro Quadratmeter.

Auch im übrigen Griechenland kann man inzwischen das eine oder andere Schnäppchen machen. In Thessaloniki wird eine Parterrewohnung mit 50 qm für 10.000 Euro verkauft, auf Korfu wird ein Haus mit 55 qm, Baujahr 1920, für 10.000 Euro verkauft.

Experten betonen, dass für nicht vermietete Altbauten  praktisch kein Markt mehr existiert. Teilweise werden weniger als 5.000 Euro für eine Wohnung geboten.

Demjenigen, der sich nun fragt, ob er bei den Preisen vielleicht in griechisches Betongold investieren soll, sei mein Beitrag hier auf cashkurs.com Steuerdonnerwetter geht auf Immobilieneigentümer in Griechenland nieder vom 08.01.2013 empfohlen.

Frühestens ab Ende 2014, Mitte 2015 kann man, meiner Ansicht nach, beginnen, sich damit genauer zu befassen.

Die Situation in Griechenland zeigt beispielhaft, dass Betongold nicht immer glänzt. Übrigens auch wenn es nicht in Griechenland steht.

(Quellen: Imerisia.gr)

Weiterführende Literatur: Vermögenssicherung im Euro-Desaster, Der kritische Immobilienkurs, von Thomas Trepnau, versandkostenfrei hier.