Physische Edelmetalle bei Reset unausweichlich nötig

Wir scheinen langsam aber sicher in jene Zeit eingeschwenkt zu sein, in der das Vertrauen in Fiat- und Papierwährungen in aller Welt am Schwinden ist. Vor nichts Geringerem hatten wir Sie über den Verlauf der vergangenen zehn Jahre wiederholt gewarnt!

Ein so genannter „Reset“ des krebskranken Geldsystems erschien mir persönlich nachweislich stets als die vorstellbarste aller Entwicklungen, auf die sich unsere Welt zu bewegt. Dass eine verstärkte Positionierung in Sachwerten – und hier allen voran PHYSISCHEN Edelmetallen – im Falle eines solchen Ausgangs unausweichlich sein würde, zeichnete sich ebenfalls seit geraumer Zeit ab.

Gold-ETFs: Im Notfall gibt’s Dollar statt Edelmetall!

In diesem Zusammenhang hatte ich Ihnen über die letzten Jahre wiederholt die immense Blase an den Papiergoldmärkten – wahrscheinlich die größte Blase von allen an den Finanz- und Vermögenswerten – vor Augen geführt Ich hatte Sie darüber hinaus darauf aufmerksam gemacht, Ihr Vertrauen nicht blind in Gold-ETFs zu setzen, nachdem ich vor vielen Jahren den Prospekt des SPDR Gold Trust studiert hatte.

Warum? Weil in diesem Prospekt damals eine Klausel darauf aufmerksam machte, dass es in Notfällen nicht zu einer Auslieferung von physischem Gold gegen gehaltene Anteilsscheine kommen müsse, sondern dass Kontrakte auch auf Cash-Basis abgewickelt werden könnten. In einem Notfall – was auch immer darunter zu verstehen ist – könnten Ihnen anstelle von Gold also US-Dollars ausgezahlt werden.

Auf dem Weg zum Goldstandard!?

Und eben jene US-Dollars – wie auch keine andere der Fiat- und Papierwährungen – möchte kein Anleger im Angesicht einer potenziellen Weltwährungskrise halten! Es war Mark Carney, Gouverneur der Bank of England, der kürzlich erst ausführte, weswegen der US-Dollar auf Sicht nicht mehr länger den Status einer Weltreservewährung innehaben könne.

Dass im Angesicht von solchen Aussagen das bereits angeschlagene Vertrauen in Fiat- und Papierwährungen noch mehr Schlagseite erhält, lässt sich leichterdings nachvollziehen. Auch wenn Vermutungen und Prognosen dieser Art seitens der Papiergeldapologeten immer wieder ins Reich der Fabeln zurückverwiesen werden, so wird an der Einführung eines Goldstandards im Fall einer US-Dollar- oder gar Weltwährungskrise wohl kein Weg mehr vorbeigehen.

Niederländische Zentralbank: Gold ist einzig vertrauenswürdiger Anker

Dass wir uns auf einem solchen Weg befinden könnten, zeigt ein Bericht der niederländischen Zentralbank DNB, in dem es wortwörtlich heißt: „Falls es zu einem Systemkollaps kommen sollte, so können die weltweiten Goldbestände dazu dienlich sein, um das System wieder neu aufzubauen.“


Denn Goldreserven erhöhen das Vertrauen in die Stabilität der Bilanzbücher der Notenbanken unter den Finanzmarktakteuren. Während EZB-Chef Draghi im Verlauf der vergangenen Jahre mehrfach davor gewarnt hatte, dass Untergangsszenarien zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung avancieren könnten, überraschte es doch, mit welcher Prägnanz die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) den Zentralbanken zuletzt vorwarf, dass deren QE-Programme negative Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte ausgeübt hätten.

Hört im Offenmarktausschuss der Fed oder dem Direktorium der EZB irgendjemand zu? Anscheinend nicht, denn ansonsten würde die Federal Reserve ab morgen nicht erneut 60 Milliarden US-Dollar in Form von Staatsanleihen über die nächsten sechs Monate ankaufen. Und die EZB würde nicht mit einer Neuauflage ihres Anleihekaufprogramms ab November dieses Jahres folgen.

Als noch interessanter erweist sich die Tatsache, dass mit der niederländischen Notenbank nun eine Institution aus den eigenen Reihen öffentlich über den höheren Wert samt limitierten Vorrats von geldgleichen Vermögenswerten (sprich Gold) im Vergleich zu Fiat-Geld fabuliert. Im oben verlinkten Bericht der DNB heißt es weiter wie folgt:

Gold: Anker of Trust

 

Shares, bonds and other securities are not without risk, and prices can go down. But a bar of gold retains its value, even in times of crisis.

Übersetzt: Gold – ein Anker des Vertrauens

Aktien, Bonds und andere (Papier-)Sicherheiten sind nicht ohne Risiken, und deren Preise können sich nach unten bewegen. Doch ein Goldbarren behält seinen Wert bei, selbst in Zeiten der Krise.

IWF sieht Goldstandard im Gegensatz zur DNB kritisch

Finden Sie nicht auch, werte Leser, dass sich diese Ausführungen mittlerweile wie jene eines Goldblogschreibers anhören?!! Und damit scheint die DNB im Clinch mit dem Internationalen Währungsfonds zu liegen, der einst ausgeführt hatte, dass ein Goldstandard das Finanzsystem in der Vergangenheit instabiler gemacht habe.

Vielmehr hören sich die aktuellen Ausführungen ganz danach an, als ob es sich im Fall von (physischem) Gold um den letzten Anker im Angesicht eines potenziellen Systemkollapses handeln würde. Nichts anderes hatte ich Ihnen über die vergangenen Jahre vor Augen zu führen versucht, allein schon deshalb, weil PHYSISCHEN Gold- und Silberbeständen keine Ausfallrisiken gegenüber Drittparteien entgegenstehen!

Niederlande beginnen mit Repatriierung der Goldbestände

Die DNB bezeichnet Gold als „Anker des Vertrauens“, in aller Kürze drauf eingehend, weswegen dieser (Hartgeld-)Vermögenswert so unausweichlich zur Bildung von Vermögen und die Entwicklung der globalen Wirtschaft ist. Es heißt hierzu weiter:

Gold ist Vertrauensanker für das (internationale) Finanzsystem. Falls das ganze System kollabieren sollte, erweisen sich die weltweiten Goldbestände als eine Sicherheit, mittels denen sich ein Systemneuaufbau bewerkstelligen lässt. Gold sichert das Vertrauen in die Macht der Bilanzbücher der Noten- und Zentralbanken.“

Hmm, am 7. Oktober teilte die DNB mit, alsbald mit einer Repatriierung eines großen Teils ihrer Goldreserven in die Heimat zu beginnen. Und zwar sollen diese Goldbestände ab dann im neuen und in Militäreinrichtungen befindlichen DNB Cash-Center in Zeist gelagert werden.

Goldverbot voraus?

So, abschließend möchte ich Sie auf meine Berichterstattung hinweisen, die ich bereits vor vielen Jahren zum Thema Goldbestände unter Zentralbanken publiziert hatte. Ich denke, es dürfte im Jahr 2009 gewesen sein, in dem ich mich zuvor mit Hubert Ross, seines Zeichens damals – und vor der Übernahme seines Unternehmens durch Degussa – noch Geschäftsführer der Firma Silvior, über dieses Thema in einem ausführlich Gespräch unterhalten hatte.

Hubert Roos ging in diesem Gespräch unter anderem auch auf sein damals veröffentlichtes Buch über die Goldmärkte ein, in dem er Zentralbanken absprach, aufgrund von Leasing- und Verkaufsgeschäften überhaupt noch über ausreichende Goldreserven zu verfügen.

Denken Sie selbst einen Schritt weiter, um vielleicht darauf zu kommen, wie sehr das Damoklesschwert eines Goldverbots über unseren Köpfen schweben könnte. Denn Noten- und Zentralbanken wie auch Regierungen, die irgendwann mit dem Rücken zur Wand stehen werden, werden wohl wenig Rücksicht auf die Befindlichkeit eines Minderheit – nämlich der Goldhalter – nehmen, wenn es darum gehen wird, physische Goldbestände zur Stabilisierung des Finanzsystems wieder einzusammeln.

Ein Silberverbot gab es noch nie...

Notfalls eben auch per Gesetz, wie sich unter anderem auch der Schweizer Fondsmanager Marc Faber bereits seit einiger Zeit überzeugt zeigte. Niemand weiß, was im Falle eines Goldverbots an den Silbermärkten geschehen wird. Doch rufen Sie sich in Erinnerung, dass ich Ihnen aus eben jenem Grund stets eine Aufteilung von einem Drittel (Gold) zu zwei Dritteln (Silber) anempfohlen hatte.

Es erweckt den Eindruck, als ob wir in absehbarer Zeit alle schlauer sein könnten…

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