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Kommentare
Der Westen unterstützt wie so oft Terroristen.
Würde mich nicht wundern wenn da au versehen ein paar Waffen an die Rohingya verloren gingen.
"…keiner will sie haben"
ich wüsste da wer. Vielleicht so eine Ankündigung als Schmankerl unmittelbar vor der Wiederwahl? ;)
Einzige Bedingung, die Rohingya müssen sich in der BRD dann registrieren lassen. Sonst gibt's kein Kollateral zum Spielen...
Warum müssen die Stellvertreter in Stellvertreterkriegen auch immer eigene Interessen verfolgen...? Wie können sie bloß...?
Meine Frau kommt aus der Region und beschäftigt sich mit der Situation vor Ort schon seit längerem und sie kann dies alles nur bestätigen, auch wenn die Situation sicher noch komplexer ist, aber für so einen kurzen Artikel eine super Zusammenfassung aus unserer Sicht.
@Anleger 100%
Naja aber auf der andern Seite sind ja die Verhandlungen mit China offenbar Realität. Dies könnte man mit einer rechtsgerichteten Militärregierung durchaus verhindern. Und medial wird ja auf Aung San Suu Kyi schon recht stark eingedrescht. Ethnische Spannungen helfen ebenfalls gegen China, da gerade hier die Buddhisten in Tibet nicht gerade zu den Gewinnern der Chinesischen Geostrategie zählen. Und da wohl ein Zusammenbrechen Chinas (sprich der Verlust v.a. von Tibet und Xinjiang) für die USA nicht gerade ungünstig wäre, könnten solche ethnischen Spannungen in der Region noch umso mehr gewollt sein? Oder was denken Sie dazu?
vielen Dank für die kurze und sehr interessante Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse in Myanmar.
Mir kam das alles auch schon sehr verdächtig vor, da es mal wieder nach dem üblichen Schema abläuft.
Man denke hier nur an Libyen.
Ich war gestern im Film "Barry Swal - Only in America". Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen.
Gerade wenn es um das Thema "Regime Change" geht. Ein wirklich mutiger Film, der mit viel Humor die Doppelmoral der amerikanischen Regierung aufs Korn nimmt.
Anfang 2012 lebten in Myanmar/Burma rund 1,3 Mio. Rohingya.
Seither flohen vor Mord, Vergewaltigung und aus brennenden Dörfern über 900.000 Rohingya:
-65.000 nach Indien,
-70.000 nach Malaysia, Thailand, Indonesien etc.,
-200.000 in arabische Golfstaaten und Jordanien
-600.000 nach Bangladesh (seit 2012! Teilweise ohne sich anzumelden!).
Dass die Welt dieser kriminellen und brutalen Vertreibung einer ganzen Volksgruppe tatenlos zuschaut, ist unfassbar.
Bald hat das burmesische Regime sein Ziel erreicht: Vernichtung der Rohingya als Volk. Reaktion der Staatengemeinschaft: 0. Kein Öl, keine strategische Bedeutung, keine Hilfe! Wenn die Welt jetzt nicht handelt, wird der IS oder andere radikale Terrorgruppen nach Burma ziehen. Die Lage wird explodieren. Das muss verhindert werden. 6 DINGE, DIE SOFORT GESCHEHEN MÜSSEN:
1. Sofortiges Rückkehrrecht, geschützt durch UNO-Blauhelme.
2. Sofortige Gewährung der burmesischen Staatsangehörigkeit.
3. Sofortiger Wiederaufbau der zerstörten Häuser.
4. Gezielte wirtschaftliche, humanitäre und medizinische Hilfe.
5. Politische Teilhabe in den Regional- und Landesparlamenten.
6. Bestrafung aller, die an Mord, Vergewaltigung und gezielter Zerstörung der Dörfer beteiligt waren.
Ziel der Regierung Burmas - seit anderthalb Jahren unter Führung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi - ist es, die Rohingya als relevante Volksgruppe Burmas auszuschalten. Und ihr geraubtes Land industriell zu verwerten. Obwohl die Rohingya mindestens seit dem 16. Jahrhundert im burmesischen Bundesstaat Rakhine leben, wurde ihnen 1982 die Staatsangehörigkeit entzogen. Sie seien heimlich aus Bangladesch eingewandert, heißt das leicht widerlegbare Argument.
Die Rohingya in Burma sind rechtlos und bettelarm. Eine normale medizinische Versorgung erhalten sie nicht. Einfachste Infekte sind für sie tödlich. Laut UNICEF stirbt fast jedes 4. Rohingya-Kind unter 5 Jahren an Unterernährung. Das ist fünfmal mehr als im Rest Burmas und eine der höchsten Kindersterblichkeiten der Welt.
Die burmesische Regierung hat angetrieben von buddhistischen Extremisten in den letzten 60 Jahren 20 schwere Militäroperationen gegen die Rohingya durchgeführt. Ganze Täler und Dörfer hat sie abgebrannt, unbewohnbar gemacht und Tod und Verzweiflung hinterlassen. Die augenblickliche Militäroperation gilt als die bisher schwerste.
Über 700.000 Rohingya sind in den letzten Jahrzehnten allein nach Bangladesch geflohen, wo sie unter menschenunwürdigen Umständen hausen müssen. Die meisten rechtlos. Über 1 Million weitere Rohingya-Flüchtlinge leben inzwischen in anderen asiatischen und arabischen Ländern. Viele ebenso rechtlos - etwa in Pakistan, in den Arabischen Emiraten oder in Thailand.
Bis vor kurzem gab es noch über 1,2 Millionen Rohingya in Burma. Nach der neuesten Fluchtwelle ist die Millionengrenze klar unterschritten. Die burmesische Vertreibungspolitik scheint gut zu funktionieren. Die in Burma lebende Volksgruppe der Rohingya wird kleiner und kleiner. Die internationale Politik tut seit Jahrzehnten nichts dagegen.
Im Gegenteil der burmesische Militärchef Min Aung Hlaing war erst Ende April auf Einladung der Bundesregierung in Deutschland (und Österreich). Auf Waffen-Shoppingtour? Er traf sich mit seinem deutschen Gastgeber, dem Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker, besuchte das Auswärtige Amt und die Friedrich Ebert-Stiftung.
Bitte nicht, UNO-Blauhelme haben schon des öfteren versagt, nicht nur im Jugoslawien-Krieg.
Mit den anderen Punkten bin ich einverstanden. Aber die dürften an den Kosten scheitern, weil die Weltgemeinschaft lieber am Waffenhandel verdient.