Liebe Leserinnen und Leser,

auch in dieser Woche pendelte der deutsche Leitindex rund um die Marke von 13.000 Punkten. Am grundsätzlichen Bild hat sich in diesen Tagen nicht viel geändert und auch der Wochenschluss bringt keine Überraschungen mit sich. Die Amerikaner feierten am Donnerstag Thanksgiving und viele Marktteilnehmer nutzen den darauffolgenden Brückentag traditionsgemäß um erste Weihnachtseinkäufe zu tätigen, anstatt sich an den Finanzmärkten einzudecken.

Die Märkte zeigten sich hier und jenseits des Atlantiks aus guten Gründen freundlich, denn die weltweiten Konjunkturdaten zeichnen ein positives Bild. Insgesamt sind die Risiken aktuell eher in den Hintergrund getreten. Das heißt selbstverständlich nicht, dass sie nicht mehr existieren, doch der positive Trend kann auch noch eine ganze Weile weiter gehen - zumal wir noch keine große Euphorie in den Märkten sehen. Sie kennen das Bild von der Party auf der noch so lange getanzt wird, wie die Musik spielt - auch wenn alle wissen, dass es ein gar grausiges Ende nehmen wird. Also tanzen wir in der Nähe der Notausgänge und achten darauf, dass der morgendliche Kater nicht allzu groß wird.

Das Ende der freien Meinungsverbreitung rückt in Windeseile näher

Die vorgebliche Katerstimmung in Berlin hingegen beherrschte auch in dieser Woche sämtliche Medien. Da die aktuelle Entwicklung jedoch zu erwarten war und die wichtigen und großen Themen sowieso nicht von den Vorzeigepolitikern, sondern hinter den Kulissen getroffen werden, bleibt das ganze Spektakel an dieser Stelle schlicht unkommentiert. Einzig bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang, dass die Zeit von Angela Merkel vorbei zu sein scheint, denn sie gerät zunehmend ins Kreuzfeuer der sie vorher jahrelang hofierenden Medien – und auch dies geschieht sicherlich nicht ohne das Abnicken aus mächtigen Kreisen.

Mehr als nur erwähnenswert ist jedoch die zunehmende Geschwindigkeit mit der die freie Meinungsverbreitung eingeschränkt wird. Wurde gerade erst das Netzwerkdurchsetzungsgesetz durchgewunken, das sich „Fake-News“ in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter widmet, da droht schon die nächste große Sauerei. Denn die USA stehen unmittelbar vor der Rücknahme der Netzneutralität. Das bedeutet, dass die Datenströme künftig nicht mehr gleich behandelt und gleich schnell übertragen werden. In der Konsequenz könnten also unliebsame Webseiten plötzlich sehr träge oder kaum noch nutzbar werden.

Dass hiervon natürlich die großen Konzerne und Medienhäuser profitieren, liegt auf der Hand. Man kann dann zwar noch veröffentlichen, was man möchte, es wird jedoch kaum noch wahrgenommen, wenn die Social Media Kanäle wegen Fake-News gesperrt sind und die eigene Website schnarchend langsam oder überhaupt nicht mehr läuft.

Wir versprechen Ihnen an dieser Stelle weiterhin unser Bestes zu geben und Sie so lange es uns möglich ist, mit unabhängigen Nachrichten zu versorgen. We stay tuned!

An dieser Stelle wünschen wir Ihnen viel Erkenntnisgewinn beim Lesen unserer Beiträge und ein angenehmes Wochenende.

Ihre

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