Seit dem Siegeszug cineastischer Effekte, computergestützter Bildbearbeitung und neuerdings auch KI-generierter Inhalte, die teilweise mit bloßem Auge nicht mehr von der Realität zu unterscheiden sind, haben die meisten Menschen zu Recht das Vertrauen in das Zeugnis ihrer Augen verloren. Die Frage nach der Verlässlichkeit der Sinneswahrnehmung geht aber viel tiefer und ist auch älter.
Der Begriff des Bewusstseins ist uns allen geläufig und wir verwenden ihn täglich in verschiedenen Variationen. Wir wissen, dass wir es haben, setzen es bei unseren Mitmenschen intuitiv voraus und sprechen es anderen Lebewesen doch großzügig ab. Umso erstaunlicher ist es, dass wir – Hand aufs Herz – meist in große Schwierigkeiten geraten, wenn wir dem Begriff auf den Grund zu gehen versuchen und uns darüber klar werden: Wir können es nicht nachweisen, es bleibt subjektiv.