Ein US-Friedensplan für den Iran bringt Entspannung an den Märkten – doch gleichzeitig zieht Washington gegenüber Europa die Daumenschrauben an: Wer den Handelsdeal nicht bedingungslos umsetzt, verliert den bevorzugten Zugang zu amerikanischem LNG. Während deutsche Unternehmen im Ausland so viele Handelshemmnisse spüren wie nie seit 2005 und das IAB erstmals seit der Finanzkrise 2009 einen Rückgang der Beschäftigung prognostiziert, liefert das Datenpotpourri der letzten 24 Stunden ein ernüchterndes Bild: schwächere Produktivität, ein britischer Einzelhandelsindex auf Corona-Tief – und die Frage, ob Berlin und Brüssel endlich aufwachen. Folker Hellmeyer stellt die unbequemen Fragen, die gestellt werden müssen.
Mit seinem Angriff auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump die Büchse der Pandora an den Energiemärkten geöffnet. Nun steigen überall die Preise und die Maßnahmen der Vereinigten Staaten scheinen zu versagen. Roman Baudzus analysiert die aktuelle Lage.
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran spitzt sich weiter zu. Mit der Blockade der Straße von Hormus, steigenden Energiepreisen und zunehmenden geopolitischen Spannungen wächst die Sorge vor einer globalen Eskalation. Eine Analyse der strategischen Entwicklungen – vom Persischen Golf bis zur koreanischen Halbinsel – die zeigt, welche Risiken sich daraus für Wirtschaft, Energieversorgung und internationale Machtverhältnisse ergeben.
Die Straße von Hormus ist eines der wichtigsten Nadelöhre der globalen Energieversorgung. Gerät dieser Korridor durch geopolitische Spannungen unter Druck, bleiben die Folgen nicht auf die Region beschränkt: Ölpreise, LNG-Lieferungen, Düngemittelproduktion und letztlich auch Lebensmittelpreise geraten weltweit in Bewegung…
Der Iran-Krieg geht in seinen sechsten Tag – und immer deutlicher zeigt sich, dass hinter dem Konflikt weit mehr stehen könnte als das iranische Atomprogramm. Energieversorgung, geopolitische Machtspiele und der wachsende Einfluss Chinas rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Gleichzeitig drohen steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten und neue Spannungen zwischen den Großmächten die Weltwirtschaft massiv zu belasten.
Die Zeiten des saudischen Ölpreiskriegs gegen die USA sind vorbei. Statt Konfrontation rückt Kooperation in den Vordergrund – vor allem im boomenden LNG-Geschäft. Doch hinter milliardenschweren Energieprojekten, geopolitischen Machtverschiebungen und wachsenden Haushaltsdefiziten in Riad verbirgt sich eine neue Phase globaler Unsicherheit.
Ein 20-jähriger LNG-Liefervertrag zwischen den USA und Saudi-Arabien sorgt für Aufmerksamkeit. Hinter dem Deal könnte mehr stecken als reine Energiepolitik – möglicherweise ein strategischer Schwenk in einer Region, in der Öl, Gas und Geopolitik untrennbar miteinander verwoben sind.
Der grundlegende Abriss und Neuaufbau der globalen wirtschaftlichen und diplomatischen Verhältnisse durch die aktuelle US-Administration hält unvermindert an. Mit einer für viele Europäer unbekannten Geschwindigkeit werden Themen abgeräumt, bei denen man es sich hierzulande bequem eingerichtet hatte. Das Witzeln über die US-Politik dürfte angesichts der wachsenden Erkenntnis, wer seine Ziele am Ende durchsetzt, und wer einfallslos dabei zuschaut, langsam abflauen.
Die Gasspeicher in Europa leeren sich rapide, während die Erdgaspreise auf den höchsten Stand seit Januar 2023 steigen. Kalte Temperaturen, Windmangel und steigende US-Zölle verschärfen die Lage zusätzlich. Auch geopolitische Spannungen und ein drohender Handelskrieg zwischen der EU und den USA werfen Schatten auf die Energiezukunft. Müssen Verbraucher und Unternehmen jetzt mit Engpässen und weiter steigenden Preisen rechnen?
Nun, da das Erdgastransitabkommen zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation auslaufen wird, stellt sich automatisch die Frage danach, welche Konsequenzen mit dieser Entscheidung verbunden sein werden – und welche langfristigen Veränderungen sich im europäischen und asiatischen Energieversorgungssektor abzeichnen. Verraten sei eins: Der Gewinner dieser Entwicklungen findet sich weit weg, auf der anderen Seite des Atlantiks.
Am Finanzmarkt kam es zu Gewinnmitnahmen bei den so genannten "Trump-Deals", wofür nicht zuletzt die abnehmende Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung durch die Fed verantwortlich ist. US-Aktienmärkte standen unter mildem Druck, dagegen konnten Europas Märkte Boden zurückgewinnen. Während in Berlin jüngst noch argumentiert wurde, dass unsere Krise damit zusammenhänge, dass Russland uns den Gashahn abgedreht hätte, stoppt laut Industriekreisen ein Regierungsbrief russischen Gas-Import. Waren das also "Fake-News"? Laut Ifo-Studie kostet Bürokratie Deutschland 146 Mrd. EUR an Wirtschaftsleistung, was das Bürokratieentlastungsgesetz wie eine Schneeflocke in der Sahara wirken lässt und einmal mehr zeigt, dass es großer und mutiger Schritte bedarf.
Aufgrund (zu) hoher Energiekosten liebäugeln immer mehr deutsche Unternehmen damit, ihre Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlagern. Besonders die USA gelten als potenzieller Gewinner dieser Entwicklung – vor allem unter der Präsidentschaft von Donald Trump, der mit einer energiepolitischen Wende das Land unabhängiger machen will. Doch auch in den USA gibt es Unterschiede: Kalifornien verschärft seine Umweltauflagen, was die lokale Erdöl- und Raffinerieindustrie stark belastet. Für deutsche Unternehmen, die einen Standortwechsel in Erwägung ziehen, könnte sich der Blick auf die politischen Gegebenheiten in den einzelnen US-Bundesstaaten als entscheidend erweisen. Zugleich steht hierzulande der nächste Kampf mit steigenden Gaspreisen und eine unsichere Energiezukunft bevor.
In Australien lassen sich momentan Beobachtungen machen, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen sind. Jahrzehntelang befand sich Down Under unter den größten Gasexporteuren der Welt. Doch die australische Gasindustrie schlägt nun aufgrund eines sich abzeichnenden Angebotsdefizits an der bevölkerungsreichen Ostküste des Landes Alarm. Gelöst werden soll das Problem durch eine zukünftige Einfuhr von Flüssiggas. Der globale Wettbewerb um eine zahlenmäßig beschränkte Anzahl an verfügbaren Tankern wird hierdurch zunehmen – und damit auch die zu bezahlenden Preise.
In den heutigen Ausführungen erfolgt ein Blick in die Vereinigten Staaten. Gegen das zu Jahresbeginn durch die Biden-Administration verhängte Moratorium zur Aussetzung von neuen Flüssiggasexportlizenzen zog eine Koalition von Bundesstaaten mit dem Ziel einer Aufhebung vor ein Bundesgericht. In der vergangenen Woche wurde ein Urteil gesprochen. Einmal mehr bleibt es Joe Biden und dem Weißen Haus vorbehalten, vor Gericht keine gute Figur abzugeben.
War da mal was mit Sanktionen gegen Russland? Nicht (mehr) auf dem Balkan. Statt LNG, dass über das Terminal Revythoussa angeliefert wird, zu nutzen, bezieht Griechenland nun sein Erdgas über die Pipeline Turkstream direkt aus Russland. Auf der Insel Revythoussa, wo Griechenlands modernstes LNG-Terminal liegt, herrschte den gesamten April über Flaute. Kein einziger LNG-Tanker wurde entladen. Revythoussa, direkt nach Beginn der Invasion Russlands in die Ukraine als Rettung in der Energiekrise gefeiert, ist vorübergehend „nutzlos“. Dagegen ist russisches Pipeline-Gas, das über die Turkstream-Pipeline in den Balkan kommt, ein Verkaufsschlager.
Es erfolgt ein Blick und Rückblick auf die Entwicklung an den internationalen Märkten für Flüssiggas (LNG). Wie kaum jemals zuvor wird Flüssiggas im weltweiten Energiemix benötigt, was zu Prognosen einer um fünfzig Prozent ansteigenden Nachfrage bis zum Jahr 2050 geführt hat. Auf welche Weise lassen sich die zurzeit in den Vereinigten Staaten zu beobachtenden Geschehnisse in diesem Zusammenhang einordnen?
Die internationalen Finanzmärkte reagierten verschreckt auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise, welche die Erwartungen nicht erfüllten. Das passt in das globale Bild, in dem in Fernost partiell sogar Deflationsdruck vorherrscht. Der USD legte in Folge der veränderten Zinserwartungen gegenüber EUR, Gold und Silber zu. Die Lage für das Geschäftsklima im Wohnungsbau spitzt sich zu. Kanzleramtschef Schmidt sieht Deutschland nicht in einer Rezession, wobei die Regierung laut Insidern diese Woche die BIP-Prognose eindampfen will. Ein Blick auf die Daten zur LNG-Einfuhr Europas aus Russland belegt, dass es an der Zeit ist, sich aus unhaltbaren Narrativen in Berlin und Brüssel zu entfernen!
Der Winter hat auf der Nordhalbkugel meteorologisch noch nicht mal richtig begonnen, doch schon gehen die Anmietungspreise für Flüssiggastanker sprichwörtlich durch die Decke. Namhafte Analysten gehen davon aus, dass trotz der Ausbildung von Preisrekorden das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Derweil treffen der Beschluss eines „Ölpreisdeckels“ auf der einen und die Förderkürzung der OPEC+ auf der anderen Seite zusammen – die Konsequenzen werden bereits sichtbar…
Blanke Panik an den Strombörsen / Frankreich kauft Strom in Deutschland / Strompreise steigen auf „Fabelniveau“ / Gaspreise: EU vs USA / Nord Stream 2 / Ausfall von LNG Terminalbetreiber / Rekordpreise locken Gastanker nach Europa / Arbeitgeberpräsident warnt vor „größter Krise, die das Land je hatte“ / Deutschland plant „Wärmeplätze“ / Photovoltaik Boom / Gasspeicher / Griechenland geht auf die Suche nach Öl und Gas
Finanzmärkte kurzfristig neutral, insgesamt in extremer Sorge, aber (noch) keine Panik; nicht einmal üppige Halbjahreszuflüsse konnten motivieren / Dax auf Vor-Corona-Niveau, Investorenvertrauen auf historischem Tiefstand / Goldman: Gewinnerwartungen zu optimistisch – massive Revision zu erwarten / Kreditvergabe bricht ein / Musk spricht von Tesla-Pleite / Europa vor (selbstgemachter) Energiekrise: Substitution Russlands unmöglich; Großbrand schränkt US-LNG-Lieferung ein; Holzöfen & Brennholz werden knapp – größtmögliche Unabhängigkeit unerlässlich / Unermessliche Sprengkraft: Chinesischer Immobilien-Riese Shimao zahlungsunfähig; Evergrande will Aufschub / Politik: Es kommt auf die Ziele an!
Während sich die Anmietungspreise an den internationalen Schiffscontainermärkten in den letzten Wochen und Monaten aufgrund einer deutlich sinkenden Konsumimportnachfrage in den Vereinigten Staaten erheblich reduziert haben, lässt sich im Bereich einer Anmietung von Flüssiggastankern das exakte Gegenteil beobachten. Hier gehen die Anmietungspreise gerade förmlich durch die Decke. Die Gründe hierfür sind vielfältig.
Mit dem Ukraine-Krieg gerät die bekannte geopolitische Ordnung ins Wanken. Unter den energieseitigen Folgen leidet keine Industrieregion mehr als Europa und hier vor allem Deutschland. Zu lange ging man den bequemen, vermeintlich schmerzfreien Weg des geringsten Widerstands. Doch aufgrund der so eingegangenen Energie-Abhängigkeiten werden die Anpassungsmaßnahmen umso heftiger ausfallen müssen und umso mehr wehtun.
Halb Europa sucht plötzlich händeringend nach Alternativen zu russischem Gas und so ist Flüssiges Erdgas derzeit in aller Munde. Nachdem wir das Potenzial von LNG schon vor Jahren entdeckt und bereits 2018 die damals aussichtsreichsten LNG-Aktien in einer CK*-Trends-Studie vorgestellt haben, kommt jetzt ein massiver zusätzlicher Schwung in den Markt. Der perfekte Zeitpunkt, um sich in der aktuellen Studie erneut mit diesem Megatrend zu beschäftigen!
Biden verkündet Sanktionen, Trump feiert die Raffinesse Putins / Märkte mit leicht positiver Tendenz / Blick auf Sanktionen: Nord Stream 2 auf Eis gelegt - Preisexplosion als logische Konsequenz; US-LNG-Tanker schon auf dem Weg – an anderer Stelle fallen diese aus! Konsequenzen für Russland: Hohe Zusatzeinkommen bei Verkauf an China – Milliardendeal bereits eingetütet! Geringe Staatsverschuldung Russlands nach Abverkauf der US-Staatsanleihen und Substitution durch Gold - Finanzsanktionen greifen ins Nichts! / Westen gibt sich der Lächerlichkeit preis
Nuklearenergie und Gas sollen künftig als nachhaltige Formen der Energieerzeugung gelten. Sowohl politisch als auch ökonomisch hat dies weitreichende Konsequenzen. Die angesichts der desolaten Situation des europäischen Energiemarktes absehbare Entscheidung der EU Kommission stellt manchen Politiker hierzulande nun vor Probleme…
Deutschland hängt bei der Gasversorgung zu mehr als 90 % von Importen ab. Und durch den Ausbau der „Erneuerbaren Energien“ hängt auch die Sicherheit der Stromerzeugung zunehmend vom Gas ab…
Der Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act (Caatsa), ein amerikanisches Bundesgesetz, welches bereits im Jahre 2017 durch US-Präsident Trump unterzeichnet wurde, nahm bisher Nordstream 2 von den dort festgehaltenen US-Sanktionen gegen Iran, Nordkorea und Russland aus. Dies soll laut Außenminister Pompeo jedoch nicht mehr lange so bleiben. Auch in der Türkei verlegte Pipelines geraten ins Sanktionsvisier des Weißen Hauses.
Zur Fertigstellung der Nordstream 2 Pipeline nach Deutschland fehlen nur noch 150 Kilometer, doch verzögert sich der Termin zur Inbetriebnahme aufgrund bereits bestehender US-Sanktionen voraussichtlich bis Ende 2020. Diese kann zwar nicht verhindert werden, aber nun droht eine mögliche Unterbindung des späteren Betriebs durch die US-Regierung – keine besonders guten Aussichten für den gebeutelten Industriestandort…