Wie gut, dass es Donald Trump gibt. Kaum eine Figur eignet sich so zuverlässig als politischer Blitzableiter. Wer Dampf ablassen will, findet bei ihm reichlich Zielscheiben: Frisur, Tonfall, Deals, Größenfantasien. Man kann sich an ihm abarbeiten wie am Sandsack – und übersieht dabei bequem die eigenen Baustellen. Die überwiegend links sortierten Genossen in den Redaktionsstuben bekommen zuverlässig neue Steilvorlagen, um ihren Schäfchen zu erklären, was wichtig und was richtig ist.
Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist.“, sagte Karl Valentin. Er hatte Humor. Und Erfahrung. Beides hilft auch beim Blick auf die Börse – besonders dann, wenn Behörden warnen. Die Finanzaufsicht BaFin tat das in der vergangenen Woche wieder einmal. Sie warnte vor Turbulenzen. Davon ist zwar weit und breit nichts zu sehen, aber warnen kann man ja immer. Sicher ist sicher. Nichts ist peinlicher, als nach dem Knall zu erklären, man habe leider nichts gehört. Also lieber vorher trommeln. Prävention durch Pressemitteilung. Deutschlands liebste Form der Risikovorsorge.
Die Aktienmärkte starten freundlich in den Tag, gestützt von einer soliden Berichtssaison und starken Zahlen aus dem Technologiesektor. Gleichzeitig nehmen politische Spannungen in den USA, Zweifel an der Unabhängigkeit der Fed und die Dollarschwäche zu. Gold profitiert davon deutlich – und sendet ein klares Signal zum Zustand des Vertrauens in die amerikanische Finanzarchitektur...
Japans Anleihenmarkt gerät ins Wanken: Lebensversicherer verzeichnen Milliardenverluste, Investoren streiken – und die Bank of Japan droht die Kontrolle zu verlieren. Eine Vertrauenskrise mit systemischem Risiko nimmt Gestalt an.
Deutschland im Stresstest: Vertrauen verloren, Baustellen überall. Was können wir von Griechenland lernen – und wie schaffen wir die Wende? Ein kritischer Blick auf Politik, Infrastruktur und den Zustand der Nation von Wassilis Aswestopoulos.
Angesichts des anhaltenden wirtschaftlichen Abschwungs geraten die Folgen der umfassenden Vermögensvernichtung am deutschen Immobilienmarkt mehr und mehr in Vergessenheit. Der Blick ins Nachbarland soll heute daran erinnern.
Rückblick US-Börsen: Positive Schlusskurse, nur PHLDX Semiconductor Index mit Rückgang / Fear & Greed zeugt auch weiterhin von Unsicherheit und Verängstigung / Volkswirtschaft: Geldmenge M3 Euroland, Geldpolitik Großbritannien, BIP und Bankenstresstest USA / Betriebswirtschaft: Zahlreiche Unternehmen – im Fokus: Nike und MLP / Gute Idee am Morgen: Commerzbank AG – Erfreulich gelaufen, Gewinne sichern / Politik national: Auslachen bringt auch nichts – „Tumulte“ im Bundestag / Indikationen (vorbörslich): Aktien Deutschland & Europa: seitwärts, US-Aktienmärkte: seitwärts, Asien: Nikkei 225 und Hang Seng seitwärts, WTI und Brent seitwärts, Bitcoin und Ethereum seitwärts, Euro“familie“ seitwärts, Euro-Bund Future seitwärts, Gold und Silber: seitwärts
Wir werfen einen Blick auf eine kürzlich in den Vereinigten Staaten gehaltene Rede des salvadorianischen Staatspräsidenten Nayib Bukele. So empfahl Bukele den Amerikanern im November die Wahl eines Präsidentschaftskandidaten, der den Mut dazu aufbringen würde, das Land nach einem Wahlsieg einer radikalen Strukturreform zu unterziehen. Denn falls sich die politischen und geldpolitischen Entscheidungen in den USA nicht möglichst bald änderten, stünde der Erhalt der westlichen Zivilisation per se auf dem Spiel.
Es erfolgt ein Blick an die amerikanischen Finanzmärkte. Der Kampf zwischen amerikanischen Geschäftsbanken und den Bundesaufsichtsbehörden setzt sich fort, während die Federal Reserve den heimischen Bankensektor durch die Hintertür mittels Bailout-Buchstabensalatprogrammen permanent (auf)päppelt und am Leben erhält. Auf welche Weise wirkt sich diese Entwicklung auf die Wirtschaft des Landes und die Bevölkerung aus?
Sowohl die Tokioter Regierung als auch die Bank of Japan sehen sich mehr und mehr mit dem Dilemma konfrontiert, möglichst schnell Lösungen für sich jeweils gegensätzlich gegenüberstehende Zielsetzungen zu finden. Unter anderem anhand der jüngsten Verlaufskurve des japanischen Yen wird dies deutlich. Welche Implikationen leiten sich hieraus ab? Und wie steht es um die allgemeine Befindlichkeit der Staatsanleihemärkte in Japan?