In Myanmars Provinz Kachin bahnt sich ein geopolitischer Konflikt an: Sowohl die USA als auch China wollen sich den Zugang zu den dortigen Vorkommen Seltener Erden sichern. Zwischen Militärjunta, Rebellen und globalen Machtinteressen entsteht ein neues Spannungsfeld im „Great Game“ der Rohstoffe, wobei auch die Neue Seidenstraße eine Rolle spielt.
Myanmar wird zum Brennpunkt globaler Machtpolitik: Während Rebellen im Norden die Kontrolle über Minen für Seltene Erden übernehmen, mischen China, Russland und die USA kräftig mit. Es geht um Rohstoffe, geopolitischen Einfluss und die Frage, wie lange die Militärjunta ihre Macht behaupten kann.
In gewisser Weise ist Myanmar ein wichtiger Seismograph für weltpolitische Entwicklungen. Das Land liegt wie ein Keil in einer Schlüsselgegend zwischen China und Indien, im Süden ergänzt durch den verborgenen Krieg um mehrere malaysische Gebiete, die koloniale Machenschaften Thailand zugeschlagen haben. Jetzt sterben dort die Menschen, weil sich dieses Gebiet als Trasse für einen asiatischen "Panama-Kanal" herauskristallisiert hat.
In der Volksrepublik China scheint man zurzeit damit beschäftigt zu sein, neue Grenzwälle zu Nachbarländern zu errichten oder bereits seit einigen Jahren in Bau befindliche solche zu komplettieren. Diese Entwicklung ließe sich in diesen Tagen insbesondere an den Grenzen zu Vietnam und Myanmar im Südosten des Landes beobachten…