Gold ist längst mehr als ein Krisenschutz: Zentralbanken, BRICS-Staaten und nun auch Shanghai und Hongkong treiben die Rückkehr von Edelmetallen ins Herz des globalen Finanzsystems voran. Während der Westen zusieht, bereitet sich der Osten auf eine neue geldpolitische Ordnung vor – mit Gold und Silber als strategischen Sicherheiten.
Die anhaltende Abwertung des ägyptischen Pfundes belastet die Haushalte und den Staat gleichermaßen. Währenddessen konzentriert das Militär wirtschaftliche Macht und US-Dollar-Reserven – und rückt damit ins Zentrum der Frage, ob Ägypten sich strategisch dem Westen oder dem BRICS-Block annähert.
Die BRICS+-Staaten drohen durch eine Lancierung der zum Teil goldgedeckten UNIT-Währung das bisher vorherrschende globale Währungssystem mit Vorherrschaft des US-Dollars ins Wanken zu bringen. Scheinbar unabsehbar erscheinen die Auswirkungen und zahlreichen Folgen dieses Handelns. Roman Baudzus analysiert die Chancen, Risiken und Konsequenzen, welche die Einführung der neuen Währung haben könnte.
Die BRICS+-Staaten scheinen mit der Währung THE UNIT den Versuch zu starten, sich vom US-Dollar abzuwenden und auf eine teilweise Golddeckung zu setzen. Während die Finanzeliten das Edelmetall über Jahre verspottet haben, sprechen Rendite, Stabilität und das allgemeine Vertrauen für das Asset. Roman Baudzus analysiert in diesem Beitrag die Zäsur am Edelmetall- und Devisenmarkt.
Nachdem die BRICS+-Staaten bereits eine Alternativwährung angekündigt haben, könnte nun der Schritt zur Schaffung eines parallelen Finanzökosystems bewältigt worden sein. Die Währung THE UNIT mit 40-%iger Gold-Deckung ist als Prototyp an den Start gegangen, und Roman Baudzus beleuchtet Hintergründe sowie Folgen der möglicherweise bahnbrechenden Nachricht.
China plant gemeinsam mit seinen BRICS+-Partnern ein gewaltiges Infrastrukturprojekt in Südamerika: eine transkontinentale Eisenbahnlinie vom Pazifik zum Atlantik. Die Strecke soll den neuen Tiefseehafen im peruanischen Chancay mit einem künftigen Atlantikhafen in Brasilien verbinden – und damit eine direkte Handelsroute zwischen Asien und Südamerika schaffen. Ziel ist es, sich vom US-dominierten Panama-Kanal zu lösen, Transportzeiten zu verkürzen und den eigenen Einfluss in Lateinamerika entscheidend auszubauen. Für Washington wäre das mehr als nur ein wirtschaftlicher Dämpfer – es wäre eine strategische Provokation.
Beim diesjährigen SCO-Gipfel in Asien haben Russland und China eine verbindliche Vereinbarung zum Bau der Gas-Pipeline Power of Siberia 2 unterzeichnet. Während die USA diesen Schritt als Provokation sehen, wird die Zusammenarbeit zwischen den BRICS-Staaten enger – und sendet damit ein klares Signal an Washington.
Eine bislang wenig beachtete Passage im Ende Juli unterzeichneten Präsidentendekret sorgt für Brisanz: Mit einem neuen 40 %-Strafzoll auf Exporte über Drittländer will die Trump-Administration Schlupflöcher im Welthandel schließen. Die Regelung, eher versteckt in den Anpassungen zu reziproken Zollsätzen verankert, könnte weitreichende Folgen haben – nicht nur für China, sondern auch für Verbündete und die Stabilität der globalen Handelsarchitektur.
Nach Jahren der Spannungen und Auseinandersetzungen nähern sich Indien und China an. Der Besuch des chinesischen Außenministers Wang Yi in Neu-Delhi zeigt: Unter wachsendem Druck aus Washington sucht Indien stärker die Partnerschaft im Osten – mit weitreichenden Folgen für das globale Machtgefüge.
Die deutsche Wirtschaft sendet erneut deutliche Warnsignale: Schlechte Geschäftserwartungen und steigende Insolvenzen lassen die von der Regierung ausgerufene „Trendwende“ wie eine Fata Morgana wirken. Während innenpolitisch dringende Reformen ausbleiben, richtet sich der Blick international auf die verlängerte Zollpause zwischen den USA und China sowie die wachsende strategische Abkopplung der BRICS-Staaten von USA und Europa. Das sind die entscheidenden Hintergründe, Ursachen und Folgen:
Im aktuellen Clinch um Zölle, Energie und sonstige geopolitische Streitereien wird mancherorts von einer Renaissance Europas als „Global Player“ fabuliert. In der Debatte gehen jedoch zahlreiche große und kleine Details unter. Einer der oft ignorierten Knackpunkte hat einen Umfang von mehr als 5 Billionen US-Dollar.
Die EZB senkt den Leitzins um 0,25%, doch die Märkte bleiben skeptisch – Gewinnmitnahmen zeigen anhaltende Unsicherheiten. Während Deutschland mit schwachen BIP-Daten und einer kriselnden Elektronikbranche kämpft, verstärkt Trump den globalen Handelsdruck mit neuen Zolldrohungen. Welche Folgen hat das für Märkte, Inflation und den Wirtschaftsstandort Deutschland?
Die Finanzmärkte werden weiterhin von den sogenannten "Trump Trades" geprägt. Trotz der mit Trump verbundenen Risiken zeigen sich die Rentenmärkte stabil. Geopolitisch sorgt Trumps Forderung an die BRICS-Staaten, von einer alternativen Währung zum USD abzusehen, für Aufsehen. Andernfalls droht er mit Zöllen von 100%, was den Handel mit den USA erheblich erschweren könnte. In Europa setzt Frankreich mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3% im Jahresvergleich positive Akzente, während die deutschen Einzelhandelsumsätze unerwartet schwach ausfallen. Gleichzeitig beleben sich Chinas industrielle Aktivitäten laut Einkaufsmanagerindices.
Es bleibt abzuwarten, wie die außenpolitische Strategie der neu ins Amt kommenden Trump-Administration mit Blick auf den Iran aussehen wird. Einige Tendenzen beginnen sich bereits abzuzeichnen. Es bleibt in diesem Zuge allerdings nicht außer Acht zu lassen, dass sich seit dem Ende der ersten Amtszeit von Donald Trump einige Dinge grundlegend geändert haben. Beispielsweise tritt ein inzwischen um neue Mitglieder erweiterter BRICS-Verbund, darunter auch der Iran, zunehmend selbstbewusster auf...
BRICS+, ein Block aus den Kernländern Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika erhält immer mehr Club-Mitglieder. Sie eint die Schwächung des „Klassenfeinds“ Amerika, vor allem aber das Bestreben, sich von seiner Vorherrschaft an den Finanz- und Devisenmärkten freizumachen. Ist der Prozess der Ent-Dollarisierung eingeleitet?
Bei der BIZ scheint es mittlerweile ein mulmiges Gefühl auszulösen, daran beteiligt zu sein, den Wirtschaften der BRICS+-Nationen eine Möglichkeit zur Umgehung des US-Dollar-Systems einzuräumen. Hieran wird langsam aber sicher erkenntlich, dass die Entwicklung von neuen Zahlungs- und Transaktionsnetzwerken, die im grenzübergreifenden Verkehr eine Nutzung von digitalen Zentralbankwährungen ermöglichen, an geopolitischen Vorbehalten scheitern könnten. Im Hintergrund findet ein Wettlauf statt, der Institute dazu drängt, sich zu positionieren.
Börsen relativ stabil / Japan: Verbraucherpreisdaten geringer gestiegen als zuvor – kein Vortrieb für Zinserhöhungen, Wahlen: LDP Ishiba + Komeito Partei bilden Regierung - wird Konkurrent CDP stärker? / Werden Carry Trades wieder ein Thema? / Horrende US-Staatsverschuldung / 3-Monats-T-Bills weiter unter dem Zielbereich – Handlungsdruck für die Fed / IWF- und BRICS-Treffen: Der Einfluss wächst / Einigung im Disput zwischen Indien & China / Goldpreis explodiert: Unabhängigkeit vom USD aufgrund Sanktionssorgen & Türkei löst Indien und China als Topkäufer ab / Kein funktionierender Terminmarkt: BRICS-Währung ist (noch) nicht zu erwarten
Der Fokus der Finanzmärkte liegt auf der IWF- und Weltbanktagung in Washington und dem 16. BRICS-Gipfel in Kazan, wobei der zweiten Tagung mehr Bedeutung zukommt, da hier die Emanzipation des Globalen Südens vorangetrieben wird, wodurch die Struktur der Welt langfrisitig verändert wird. Die Chefin des IWF warnte vor weiter hohen Preisen und schwachem Wirtschaftswachstum, was Anlass zur Sorge gäbe. Folker Hellmeyer zeigt auf, was die Ursachen des langsamen Wachstums sind. Dreimal dürfen Sie raten!
Es erfolgt ein Blick in die Länder des BRICS+-Verbundes. Ja, gewiss sieht sich die westliche Welt aufgrund der sich abzeichnenden Veränderungen mit einer Reihe von großen Herausforderungen konfrontiert. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um eine Einbahnstraße, da dies auch aus Sicht der BRICS+-Nationen gilt. Warum das so ist, soll heute ein wenig eingehender beleuchtet werden.
Auf welche Weise lassen sich die aktuell beobachtbaren Geschehnisse in den BRICS+ Nationen einordnen und in einem geopolitisch übergeordneten Kontext betrachten? Mit welch absehbaren Herausforderungen sehen sich in diesem Zusammenhang die Vereinigten Staaten und Europa auf der einen sowie die BRICS+ Staaten und die Länder des globalen Südens auf der anderen Seite konfrontiert?
Die Moskauer Kreml-Regierung teilt mit, im letzten Monat ihres endenden Fiskaljahres abermals an den Goldmärkten als Käufer zuzuschlagen. Welche Schlüsse lassen sich hieraus mit Blick auf den bevorstehenden Gipfel der BRICS+-Nationen im russischen Kasan ziehen? Und auf welche Weise lässt sich diese Meldung in die übergeordnete Strategie der BRICS+-Nationen einweben?
Die Regierung in Ankara strebt an, möglichst bald als neues Mitglied in den BRICS+-Verbund aufgenommen zu werden. Laut Aussage von Staatspräsident Recep Erdogan besteht sogar das Interesse, in der Zukunft der durch Peking dominierten Organisation SCO beizutreten. Wie verträgt sich ein solches Ansinnen mit der NATO-Mitgliedschaft der Türkei?
Welche Ereignisse kündigen sich angesichts des im Oktober bevorstehenden BRICS-Gipfels im russischen Kasan ab? Und wie lange mag es noch dauern, bis der BRICS-Verbund sein ganz eigenes Kommunikations- und Zahlungssystem in Konkurrenz zum westlich dominierten SWIFT-System einführt? Und was bedeutet das für den US-Dollar?
Es erfolgt ein Blick an die Verbrauchermärkte von Nationen, die sich dem globalen Süden zurechnen. Seit Beginn des Gaza-Krieges haben sich die Produkt-Boykotte gegenüber westlichen Konzernen in der muslimischen Welt zunehmend intensiviert, was einst bewunderte Markenhersteller dort inzwischen sehr empfindlich an ihren generierten Umsätzen, Verkäufen und Gewinnen zu spüren bekommen. Bisher wurde die Entwicklung bestmöglich unter den Teppich gekehrt, doch ein Ende scheint nicht in Sicht!
Es erfolgt ein Blick nach Saudi-Arabien, wo die einst mit viel Pomp angekündigten Transformationspläne der heimischen Wirtschaft zunehmend auf Schwierigkeiten stoßen. Es sind die in den letzten Jahren teils sehr hohen Haushaltsdefizite wie auch die wachsende staatliche Verschuldung, die unter Analysten und Kommentatoren an den Finanzmärkten zu Bedenken führen. Welche Beobachtungen lassen sich machen? Und was schließt sich hieraus?
Die Strahlkraft, die von den BRICS+ auf andere Nationen ausgeht, ist ungebremst. Immer mehr Staaten bekunden ihr offenes Interesse, dem Kreis der BRICS+ als neue Mitglieder beizutreten. Hierzu gehört auch die asiatische Nation Malaysia, die ein strategisch wichtiger Baustein in der zukünftigen Erweiterung des Staatenverbundes sein könnte.
Positives US-Umfeld - Morgen (Börsen)Feiertag: Juneteenth - Ende der Sklaverei / 11:00 Uhr: Verbraucherpreisdaten Eurozone; ZEW Konjunkturerwartungen; 14:30 US-Einzelhandelsumsätze; 15:15: US-Industrieproduktion; 16:00 Lagerbestände; 19:00 Auktion der 20-jährigen Anleihen / Bank of Japan-Chef Ueda: Möglicherweise Zinserhöhung im Juli; Löhne und Konsum (Tourismus) ziehen an / Wird Airbus mit dem A321 XLR zum Überflieger? / TDK – revolutionäre Feststoffbatterie-Entwicklung / Kampagne der Tokio Stock Exchange / Nach Thailand will auch Malaysia den BRICS beitreten - möglicher Einfluss auf den Goldpreis
Schon wieder sind die Börsianer aus dem Häuschen. Grund dafür war diesmal eine „mildere“ Inflation in den USA, wobei auch mancher Joghurt als „mild“ bezeichnet wird und man trotzdem das Gesicht verziehen muss. Im April sank dort die Teuerung von 3,5 auf 3,4 Prozent. Halleluja! Damit liegt sie noch weit entfernt von den gewünschten zwei Prozent. Da es jetzt trotzdem wieder mehr nach Zinssenkungen riecht, oder diese herbeigeredet werden, schoss der Dow Jones erstmals über die 40.000er-Marke. Rekord! Ohne irgendwelche Feierlichkeiten.
Neben den geopolitischen Krisen u.a. in Nahost und in der Ukraine, brodelt es in den USA aufgrund der Krise an den Gewerbeimmobilienmärkten bei kleineren und mittelgroßen Banken. Das endgültige Platzen von Chinas riesiger Immobilienblase wird mit immer neuen Instrumenten der Pekinger Regierung verschoben, während die Zinssenkungen entgegen den Markterwartungen weiterhin auf sich warten lassen. Im Interview mit Jan Willhöft erklärt Dirk Müller nicht nur, warum ihn die aktuellen Entwicklungen alles andere als überraschen, sondern zeigt auf, wie die Geschehnisse in das größere Bild einzuordnen sind, weshalb dem Finanzsystem ein massiver deflationärer Schock droht, wie er sich hierauf vorbereitet - und worauf es im Leben letztlich wirklich ankommt.
Dirk im Interview: "Das große Beben" - Ein finanz- und geopolitischer Rundumschlag
Wie sich im Rückspiegel der Ereignisse zeigt, waren die vor dem letztjährigen BRICS-Gipfel vielerorts vorherrschenden Erwartungen an die unmittelbar bevorstehende Einführung einer neuen Handelswährung zu hochgesteckt. Nichtsdestotrotz wird an diesem Prozess und den hiermit verbundenen Mechanismen gearbeitet…
Die Länder des globalen Südens sehen die allgemeine Finanzstabilität mehr und mehr in Gefahr. Indien warnt als Mitglied der BRICS-Nationen beispielsweise vor den toxischen Effekten, die mit einer Verhängung von unilateralen Sanktionen einhergehen. Wie steht es aktuell um die Entwicklung der Architektur einer neuen Handelswährung?
In seiner jährlichen Parlamentsrede machte der russische Staatspräsident Wladimir Putin am vergangenen Donnerstag darauf aufmerksam, dass sich der Westen den eigenen Ast, auf dem er jahrzehntelang komfortabel gesessen hat, selbst absäge. Derweil denkt Janet Yellen über die Konfiskation eingefrorener russischer Vermögenswerte und deren Verwendung nach.
Es erfolgt ein Blick in die BRICS-Länder, allen voran das neue Mitglied Ägypten. Vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass das nordafrikanische Land eine Abkehr von der Nutzung vom US-Dollar im internationalen Handel vollziehen wird. Gleichzeitig setzt sich der Kampf Kairos mit Unterstützung Pekings und Moskaus gegen den Internationalen Währungsfonds fort. Was hat es hiermit auf sich?
Es erfolgt ein Blick auf aktuelle Entwicklungen rund um die Wasserstraße des Bab el Mandeb und den Jemen. Droht vor Ort nach den durch die USA und Großbritannien gemeinsam durchgeführten Luftschlägen auf die jemenitische Infrastruktur ein neuer Krieg unter westlicher Beteiligung im Mittleren Osten? Diese Frage soll heute ein wenig eingehender betrachtet werden. Wie sind die einzelnen Interessen gelagert?
Israel befindet sich nun seit über einer Woche im Krieg. Ein politisches Pulverfass hat seinen Funken gefunden. Um die Ecke sitzt der Erzfeind Iran und dazwischen liegt die Straße von Hormus. Kein Ort, an dem man unbedingt seinen Urlaub verbringen will, aber dort durch wird ein Drittel der gesamten maritimen Ölmengen der Welt geschippert. Mit Sorgen schaut man auf die Ölnotierungen und den Pegelstand an der Zapfsäule. Sollte jetzt der Iran die Kriegstrommel rühren und die Straße von Hormus sperren, hätte die Welt das nächste dicke Problem. Die Frage wäre dann, ob es bei uns nach der 2022er-Gasmangellage auch zu einer „Ölmangellage“ kommt. Dann wären Spritpreise von unter zwei Euro wahre Schnäppchen. Vielleicht nochmal tanken?
Der sich intensivierende Kampf um Macht und Einfluss auf der Welt wird immer sichtbarer. Angefangen bei der von Sir Halford Mackinders im Jahr 1904 entwickelten Herzland-Theorie über die Warnungen des einstigen US-Geostrategen Zbigniew Brzezinski bis hin zu aktuellen Ereignissen in Europa, Russland und den BRICS-Ländern wird der Versuch unternommen, einige wesentliche Entwicklungen und Zusammenhänge zu beleuchten. Nicht zuletzt die international rasant schwindende Attraktivität des Euros resultiert aus dieser Auseinandersetzung.
Auf die aktuellen Entwicklungen in Westafrika und der Sahel-Region scheinen westliche Regierungen, allen voran die Vereinigten Staaten, keine rechte Antwort zu wissen. Dass es neokonservative Kreise bislang nicht geschafft haben, die Dinge in dieser Region wieder unter Kontrolle zu bekommen oder in das durch diverse Militärputsche entstandene Vakuum hinein zu stoßen, legt offen, dass der politische, wirtschaftliche und militärische Einfluss des Westens zu schwinden scheint.
Manche mögen sich von dem zuletzt in Südafrika abgehaltenen Gipfeltreffen ein wenig enttäuscht gezeigt haben, weil Erwartungen auf eine Ankündigung zur Emission einer - partiell - durch Gold oder andere Rohstoffe gedeckten Handelswährung sich nicht manifestiert haben. Doch gut Ding will Weile haben. Schließlich ist das BRICS-Projekt ganz nach der Denkweise Chinas ein auf Langfristigkeit abzielendes Abenteuer. In diesem Sinne gilt ein eingehender Bick den sechs Nationen, um die der Verbund ab Beginn nächsten Jahres erweitert wird.
Seit dem Jahr 2022 hat das Thema einer an Fahrt aufnehmenden De-Dollarisierung in den Diskussionen an den internationalen Finanzmärkten einen zentralen Raum eingenommen. Die Gründe hierfür liegen klar und deutlich auf der Hand. Wir blicken nicht nur auf die BRICS, sondern auch nach Afrika…
Die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben sich auf ihrem Treffen in Johannesburg um sechs Länder vergrößert. Bald sollen sogar noch mehr als 20 weitere Länder hinzukommen und eine Art „BRICS+“ bilden. Zeichnet sich hier eine geopolitische Zeitenwende zum Nachteil des Westens ab? Auch wenn diese Bewegung aktuell noch mehr Schaum als Bier ist, hat der Westen keinen Grund, sich zurückzulehnen. Und Brüssel und Berlin sollten ihre ideologische Irrfahrt schnell beenden.
Der 15. Jahresgipfel der BRICS-Nationen im südafrikanischen Johannesburg ist vorüber. Zeit, um die verkündeten Ergebnisse dieser Gipfelzusammenkunft und deren strategische Bedeutung eingehend zu analysieren!
Im heutigen Bericht steht der Beginn des BRICS-Gipfeltreffens im südafrikanischen Johannesburg im Zentrum der Betrachtungen. Zu welchen Ankündigungen wird es in diesem Rahmen kommen?
Auch wenn die Erwartungen an die Resultate dieses Gipfels an den globalen Finanzmärkten hoch gesteckt sind, empfiehlt es sich, die eigenen Erwartungen im Hinblick auf eine neu zu emittierende Handelswährung der BRICS-Länder für den Moment en wenig tiefer zu stapeln – solange es nicht zu überraschenden Ankündigungen kommen sollte. Warum das so ist, soll heute erörtert werden. Noch bei Weitem wichtiger dürfte sein, ob es zur offiziellen Verkündung einer Aufnahme von Beitrittskandidaten wie Saudi-Arabien kommen wird. Auch auf andere Nebengeräusche gilt es zu achten.
An den Finanzmärkten sucht man nach Orientierung. Diese Woche liegt der Fokus auf der Geopolitik. Der Globale Süden emanzipiert sich. Es ist nicht eine Frage des "Ob", sondern nur des "Wann" und des "Wie".
An den Finanzmärkten ergab sich in den letzten 24 Handelsstunden weit überwiegend eine Stabilisierung. Weder der Bundesbank-Monatsbericht, in dem die Bundesbank von ihrem zarten Konjunkturoptimismus des Vormonats zurückruderte, noch prekäre Umfragewerte der IFO-Umfrage im Wohnungsbau hatten nachhaltige Marktwirkungen, insbesondere nicht am Devisenmarkt. Am Rentenmarkt ergaben sich Zinsversteifungen.
Die Finanzmärkte zeigen sich weiter in einer instabilen Verfassung. Inflationssorgen generieren Zinssorgen. Zinssorgen kreieren Konjunkturskepsis. Die sich fortsetzende Teilung der Welt generiert Ineffizienzen, die konjunkturell belastend sind.